Chipkrise: iPhone-Auftragsfertiger sieht Entspannung im Chip-Markt
Ein Sprecher von Foxconn sieht Verbesserungen beim Angebot von bestimmten Chips. Andere Unternehmen sind zurückhaltender.
Der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn sieht eine Entspannung im weltweiten Chip-Markt. Wie Bloomberg berichtet, hat Unternehmenssprecher James Wu dies im Rahmen eines Firmenevents in Taipei am 10. Februar 2022 erklärt.
Wu zufolge soll es bereits im ersten Quartal 2022 eine merklich bessere Verfügbarkeit bestimmter Teile geben. Im zweiten Quartal sollen die Angebotseinschränkungen weiter zurückgehen. Aktuell seien Wu zufolge vor allem Chips für das Power Management schlecht erhältlich.
Die globale Chipkrise bestimmt seit Ausbruch der Coronapandemie die weltweite Wirtschaft. Durch Pandemieschutzmaßnahmen ist zum einen die Produktion in vielen Ländern gesunken. Auch nach Beendigung der Lockdowns haben zahlreiche Hersteller den Markt förmlich leergekauft, da erneute Fabrikschließungen erwartet wurden.
Andere Hersteller sind weniger optimistisch
Auch aktuell ist die Verfügbarkeit vieler Bauteile noch schlecht, da die Auswirkungen der Omikron-Variante des Coronavirus noch nicht final abgeschätzt werden können. Wie Foxconn zu seiner Einschätzung kommt, dass sich die Situation entspannen werde, erklärt Wu nicht. Denkbar ist, dass das Unternehmen davon ausgeht, dass künftige Varianten nicht mehr wie vorige zu Fabrikschließungen führen. Dies lässt sich allerdings nicht vorhersagen.
Andere Hersteller sind hingegen deutlich vorsichtiger mit ihren Prognosen. TSMC beispielsweise erklärte zuvor, dass man von einer weiterhin schlechten Verfügbarkeit zahlreicher Chips im Jahr 2022 ausgehe. Auch die Autohersteller Ford und Toyota warnen davor, dass die schlechte Verfügbarkeit von Halbleitern sich auf die Industrie auswirken werde.