Chipknappheit: Steam Deck bekommt nominell langsamere SSDs

Valve hat unangekündigt die Hardware-Spezifikationen des Steam Deck nach unten korrigiert, was die Verfügbarkeit des Handhelds verbessert.

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Valves Steam Deck
Valves Steam Deck (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Kleingedruckten der Shop-Seite des Steam Decks findet sich ein neuer Zusatz (entdeckt von Hardwareluxx): War ursprünglich davon die Rede, dass das PC-Handheld mit einer NVMe-SSD ausgeliefert wird, die PCIe Gen3 x4 unterstützt, ist mittlerweile davon die Rede, dass einige Geräte auch ein Modell mit PCIe Gen3 x2 und somit halb so viele Lanes aufweisen können.

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Das klingt im ersten Augenblick nach einer drastisch verringerten Performance, in der Praxis aber hat Gen3 x2 statt x4 laut Valve keine Auswirkungen im Gaming-Betrieb. Tatsächlich fallen primär die sequenziellen Datentransferraten geringer aus, was für die Ladezeit von Apps oder das Textur-Streaming in Spielen irrelevant ist.

Valves Lawrence Yang betont: "Die SSD-Leistung [im Steam Deck] wird durch Faktoren begrenzt, welche nicht von der PCIe-Bandbreite abhängen." In der Praxis entscheidend sind die Performance des Controllers und des NAND-Flash-Speichers, auch limitiert beim Entpacken von Daten oft die die CPU. Je nach SSD gibt es hier ohnehin leichte Unterschiede.

Ob x4 oder x2 ist nahezu egal

In den meisten Steam Decks ist ein Modell verbaut, welches auf einem E13T-Chip von Phison basiert und Gen3 x4 unterstützt. Einige Geräte werden auch mit einer PM991 von Samsung oder einer SSD von Kingston ausgeliefert, was sich in den Systeminformationen nachsehen lässt. Neuere Steam Decks enthalten unter anderem ein Kärtchen mit Phisons E8-Controller, der mit Gen3 x2 arbeitet.

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Wie wenig Auswirkungen die Storage-Leistung auf die System- und Gaming-Performance hat, zeigt seit dem Launch des PC-Handhelds auch die Nutzung einer Micro-SD-Karte. Wird eine solche eingeschoben und Spiele darauf abgelegt, fallen die Ladezeiten in den meisten Fällen nahezu identisch aus und die Bildrate ändert sich nicht.

Das mag sich mittelfristig mit SSD-basierten Verfahren wie DirectStorage ändern, diese wurden aber bisher nur für MacOS und Windows 10/11 angekündigt. Das Steam Deck hingegen nutzt SteamOS, eine Linux-Distribution.

Für Valve bedeutet die Option, eine x4- oder eine x2-SSD einbauen zu können, vor allem eines: Eine bessere Verfügbarkeit von Komponenten, was angesichts der Chipkrise kürzerer Wartezeiten auf ein Steam Deck bedeutet.

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