Chiphersteller: Qualcomm soll Interesse an Intel-Übernahme verlieren

Zahlreiche Hürden bei der Übernahme des strauchelnden Rivalen Intel lassen den US-Halbleiterkonzern Qualcomm informierten Kreisen zufolge zweifeln. Das Interesse an dem Vorhaben habe abgenommen, berichtete Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) am 26. November 2024 unter Berufung auf Insider.
Der Zukauf einzelner Unternehmenseinheiten könnte nun zur Debatte stehen. Eine komplette Übernahme von Intel wäre gemessen am Marktwert eine der größten Akquisitionen der Geschichte gewesen. Vertreter beider Unternehmen lehnten Bloomberg zufolge eine Stellungnahme ab.
Die Transaktion sei mit zahlreichen finanziellen, regulatorischen und betrieblichen Hürden verbunden, heißt es in dem Bericht: Unter anderem würde sich Qualcomm Intels Schulden in Höhe von mehr als 50 Milliarden US-Dollar aufbürden. Zudem kämen auf den Konzern langwierige kartellrechtliche Prüfungen unter anderem in China zu – die Volksrepublik ist für beide Unternehmen ein Schlüsselmarkt.
Intel macht Verluste und will Mitarbeiter entlassen
Intel kämpft mit hohen Verlusten. Qualcomm war laut Medienberichten auf den einstigen Branchenführer zugegangen, nachdem dieser einen schlechten Quartalsbericht mit enttäuschender Umsatzprognose vorgelegt hatte. Intel kündigte an, die Zahl der Mitarbeiter um 15 Prozent zu senken und sich damit neu ausrichten zu wollen.
Qualcomm bringt es auf eine Marktkapitalisierung von gut 176 Milliarden US-Dollar, Intel auf rund 107 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Branchenvorreiter Nvidia sind beide wesentlich weniger wert: Nvidia ist an der Börse rund 3,3 Billionen Dollar wert.
Intel hatte im September 2024 einen Übernahmeversuch von ARM umgehend abgewiesen. Damals erklärte Intel, dass das Kerngeschäft nicht zum Verkauf stehe.



