G.fast aus den Verteilerkästen

Trost sagte dazu: "So kann G.fast aus den Verteilerkästen, zum Beispiel der Telekom bereitgestellt werden und Teilnehmer bis zu 400 Metern mit den hohen Datenraten angebunden werden. Die Teilnehmer, die weiter entfernt sind, können weiterhin über VDSL versorgt werden." Die beiden Technologien könnten aus demselben Verteilerkasten parallel angeboten werden. Die Linecards in den Cabinets ließen sich einfach gegen G.fast-Linecards austauschen. Rund 60 Prozent der Street Cabinets in Deutschland seien zudem unter 400 Meter von den Endkunden entfernt, sagt Trost.

"Klar ist, dass Deutschland nicht der erste Zielmarkt für G.fast sein wird". Dies seien die Schweiz, vor allem aber Frankreich mit einer staatlichen Breitbandinitiative über FTTdp und Nordamerika. Auch in Asien würden die Festnetzbetreiber neben dem Glasfaserausbau auf G.fast setzen.

G.fast eigne sich für FTTdp-Szenarien. Als FTTB werde G.fast in Deutschland mit großem Interesse von City-Carriern wie Mnet oder Netcologne verfolgt.

Der G.fast-Standard wurde Anfang Dezember 2014 von der ITU verabschiedet und eröffnet den Netzbetreibern Möglichkeiten, um "glasfaserähnliche Bandbreiten" über die verdrillten Telefonleitungen anzubieten. Als wichtiger Bestandteil für die Digitale Agenda "kommen vermutlich in ein bis zwei Jahren erste G.fast-Technologien im Hochvolumen bei den Telekommunikationsanbietern zum Einsatz", erklärte Trost.

G.fast funktioniert im Kupfernetz und bringt 520 MBit/s im Download und rund 110 MBit/s im Upload, wie die Telekom Austria in diesem Monat berichtete. Mit einer kommerziellen Verfügbarkeit des möglichen VDSL2-Nachfolgestandards G.fast sei ab 2016 zu rechnen.

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 Chiphersteller Lantiq: Festnetz-Topologie in Deutschland für G.fast "ungünstig"
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