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Chipdesigner: Nvidia bietet mehr als 40 Milliarden Dollar für ARM

Die japanische Softbank -Gruppe hat offenbar einen Käufer für den Chipentwickler ARM gefunden.
/ Friedhelm Greis , Marc Sauter
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SoCs auf einem ARM-Logo (Bild: ARM)
SoCs auf einem ARM-Logo Bild: ARM

Der britische Chipentwickler ARM könnte für mehr als 40 Milliarden US-Dollar an den US-amerikanischen Prozessor- und Grafikkartenhersteller Nvidia verkauft werden. Das berichteten das Wall Street Journal (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) und die Financial Times (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mehrere Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Der Verkauf durch die japanische Softbank-Gruppe stehe kurz vor dem Abschluss.

Über entsprechende Verhandlungen war bereits Ende Juli dieses Jahres berichtet worden . Demnach soll der Computerkonzern Apple kein Interesse an einem Kauf gezeigt haben.

Die mehrwöchigen Gespräche zwischen Nvidia und ARM könnten hingegen schon in der kommenden Woche abgeschlossen werden, möglicherweise bereits am Montag. Der Kaufpreis soll den Berichten zufolge in bar und in Aktien bezahlt werden. Nach Angaben der Financial Times würde die Softbank damit zum größten Aktionär Nvidias.

Erst 2016 von Softbank übernommen

Nach Angaben des Wall Street Journals könnte der Verkauf von den Kartellbehörden überprüft werden. Es wäre möglicherweise die größte Firmenübernahme aller Zeiten in der Halbleiterbranche. Der Financial Times zufolge könnte Nvidia der britischen Regierung Zusagen machen, was die Erhalt von Arbeitsplätzen bei ARM in Großbritannien betrifft. Das wurde von Oppositionspolitikern gefordert.

Die Softbank hatte ARM im Sommer 2016 für 32 Milliarden US-Dollar übernommen . Für sehr viele Hersteller weltweit ist ARM ein enorm wichtiges Unternehmen, weil die Briten die selbst entwickelte ARM-Lizenz halten, welche in Milliarden von Chips in Aberhunderten von Designs verwendet wird. ARM entwirft selbst CPU-Kerne, diese reichen vom Cortex-M0+ für Microcontroller bis hin zum Cortex-A78 für Smartphones.

Einige Partner halten auch eine Architektur-Lizenz, darunter Apple und Nvidia. Erstere entwickeln seit vielen Jahren eigene Designs für iPhones und iPads, zukünftig sollen mit dem Apple Silicon auch alle Mac-Systeme angetrieben werden. Beginnend mit dem A6 von 2012 hatte Cupertino eigene CPU-Kerne gebaut, die von Beginn an hinsichtlich Geschwindigkeit und Effizienz zum Besten gehörten, was es im Mobile-Segment gibt. Nvidia wiederum hat für die Tegra-SoC solche Kerne wie Denver und Carmel erfunden.


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