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Chip von Next Thing Co.: 9-Dollar-Computer wird 39 US-Dollar kosten

Schneller als ein Raspberry Pi 1, deutlich preiswerter und funkfähig – damit wurde der Bastelrechner Chip zum Überflieger auf Kickstarter. Jetzt hat aber der Prozessorhersteller bestätigt, dass der Preis von 9 US-Dollar nur für die Kickstarter-Kampagne gilt.
/ Alexander Merz
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Präsentation des Chip-Rechners auf der Maker Faire Bay Area 2015 (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Präsentation des Chip-Rechners auf der Maker Faire Bay Area 2015 Bild: Alexander Merz/Golem.de

Olimex(öffnet im neuen Fenster), ein bulgarischer Hersteller von Allwinner-basierten Bastelrechnern, hat versucht, die Preiskalkulation für den 9-Dollar-Computer namens Chip nachzuvollziehen. Als Basis für die eigene Kalkulation holte Olimex Preisangebote von Allwinner ein. Laut der FAQ der Chip-Macher(öffnet im neuen Fenster) selbst, soll der günstige Preis auf Basis der großen Bestellmenge zustande kommen. Auf eine Anfrage von Olimex hin, bestätigte Allwinner, dass der Preis lediglich eine Werbekampagne für die Kickstarter-Aktion des Herstellers Next Thing ist. Der Preis des Chip-Rechners für normale Käufer soll später 39 US-Dollar betragen – damit ist der Preisunterschied zum Raspberry Pi kaum noch nennenswert.

Herzstück des Chips ist ein Microcontroller-Modul R8 von Allwinner, er enthält einen Cortex-A8-Prozessorkern, dazu kommen 512 MByte RAM und 4 GByte Flashspeicher. Olimex fragte bei Allwinner Preisangebote über entsprechende Stückzahlen ab. Dabei zeigte sich, dass der R8-SoC, ohne RAM und Flashspeicher, bereits 4,80 US-Dollar kostet. Dessen Modulvariante inklusive RAM und Flashspeicher ist deutlich teurer und kostet bereits mehr als der Chip-Rechner selbst. Für den endgültigen Preis des Chip-Rechners kommen aber auch noch die Kosten für die übrige Peripherie, speziell die verbaute Funktechnik für WLAN und Bluetooth, und die eigentlichen Produktions- und Entwicklungskosten hinzu.

Die Kickstarter-Kampagne(öffnet im neuen Fenster) für den Chip ist fast am Ende. Innerhalb eines Monats hat die Kampagne fast 39.000 Unterstützer gefunden und darüber bislang 2 Millionen US-Dollar eingespielt. Auf der Maker Faire Bay Area 2015 zeigten die Macher den Chip zum ersten Mal in der Öffentlichkeit.


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