Chip-Knappheit: AVM muss Monate auf Fritzbox-Bauteile warten

Nach der PC-Hardware und Automobil-Branche trifft es die Heimelektronik: Für Router und Smart Home fehlen ebenfalls allerhand Chips.

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Eine Fritzbox 4040
Eine Fritzbox 4040 (Bild: AVM)

Die Knappheit an Halbleitern und dazugehörigen Komponenten weitet sich auf die Unterhaltungselektronik sowie alltägliche Technik aus. So berichtet die Welt am Sonntag, dass 20 Unternehmen daran arbeiten, ihre Logistik der Situation anzupassen.

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Explizite Antworten gab es von AVM und Gigaset, beide beklagten Lieferengpässe: So sagte AVM, dass Bestellungen von zugesagten Lieferungen für Bauteile kurzfristig storniert worden wären. Auf neu bestellte Ware müsse das Unternehmen bis zu ein Jahr warten, was entsprechend zu Verzögerungen bei Fritzbox-Routern führt.

Auch Gigaset bestätigte eine Knappheit an Bauteilen, etwa 80 Prozent der eigenen Produkte seien vom Chip-Mangel betroffen. Dem Hersteller zufolge sind verlängerte Lieferfristen und Wiederbeschaffungszeiten von bis zu 60 Wochen zu erwarten, was die Produktion einschränkt.

Elektrogeräte steigen im Preis

Der Preisvergleichsdienst Idealo gab an, in den vergangenen Monaten einen deutlichen Preisanstieg bei vielen Produkten aus dem Elektrobereich beobachten zu können. Die Daten würden zeigen, dass "sich die andauernden Halbleiter-Engpässe offenbar auch auf die Verbraucherpreise auswirken" könnten, sagte Michael Stempin, Preisexperte bei Idealo.

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Bereits seit Herbst 2020 hatte sich die Chip-Knappheit bei PC-Hardware manifestiert, insbesondere Grafikkarten sind fast gar nicht oder nur zu völlig überzogenen Preisen verfügbar. Auch die Automobil-Branche leidet, wenngleich teils hausgemacht, unter einem Mangel an Halbleitern. Viele Hersteller hatten daher die Produktion gedrosselt oder eingestellt und Angestellte in Kurzarbeit geschickt.

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Für die Krise sind unter anderem die Coronapandemie und der Handelsstreit zwischen den USA sowie China verantwortlich. So sorgte Homeoffice für massig PC- und Laptop-Käufe sowie damit einhergehende Produkte, während Huawei aufgrund von Sanktionen vorab immense Mengen an Komponenten einlagerte.

Nachtrag vom 10. Mai 2021, 12:08 Uhr

Nach Informationen von Golem.de wirken sich die Lieferprobleme schon auf die Geschäftskunden von Routerherstellern aus. Vodafone teilt inzwischen seinen Kunden mit, dass vorläufig keine gebrandeten Kabelrouter vom Typ Fritzbox 6591 mehr zur Verfügung stehen.

So schrieb ein Vodafone-Berater einem Leser von Golem.de: "Grundsätzlich ist ein Upgrade auf die Fritzbox 6591 möglich, da Du die Homebox Option besitzt. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach der Fritzbox kommt es momentan zu Engpässen unseres Lagerbestandes und die weltweite Pandemie erschwert die Situation. (...) Ich kann aktuell leider nicht voraussagen, wann die neue Fritzbox wieder lieferbar ist. Ich würde Dich bitten in ein paar Monaten nochmal bei uns zu melden und wir können Dir da bestimmt ein Update geben."

Auf Anfrage von Golem.de teilte AVM mit, dass Lieferengpässe unabhängig vom Vertriebskanal nicht ausgeschlossen werden könnten. "Wir produzieren das, was aktuell machbar ist", sagte Firmensprecherin Doris Haar. Aufgrund der volatilen Lage könnten keine genaueren Angaben gemacht werden.

Aufgrund der Routerfreiheit können Kunden allerdings versuchen, sich ein eigenes Gerät zu besorgen, solange Lagerbestände noch nicht ausverkauft sind.

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Landorin 11. Mai 2021

24 Port switch! :D Das ist aber eher ein Einzelfall. Selbst ich hab mit so vielen Geräten...

ATmega8 11. Mai 2021

Wie hast du das getestet? Hast du einen Link die zu einem Test führt oder ist das eher...

Rekaxis 11. Mai 2021

Naja, erstmal geht das auf die Marge, dass die Preissteigerungen durchgereicht werde...

ATmega8 10. Mai 2021

Die Wahrheit wird dir niemand sagen. Es ist möglich dass die Hersteller ein Kartell...



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