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Gewerkschaften fürchten verstärkte Überwachung der Arbeitnehmer

Mit dieser Technik arbeiten auch die Bionyfiken-Enthusiasten. Ihr Problem: Es gibt bislang nur wenige Anwendungsmöglichkeiten in Schweden. Ein paar Fitness-Studios und Waschsalons, das Epicenter-Bürogebäude. Mehr nicht. Geht es nach Sjöblad, wird sich das allerdings bald schon ändern. "Im Moment sind wir rund 300 Leute mit dem Chip", sagt der 37-Jährige. Und: "Je mehr wir werden, desto größere Macht haben wir, die künftige Entwicklung zu lenken."

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Der IT-Spezialist ist überzeugt davon, dass schon in naher Zukunft Bus-, U-Bahn- und Flugtickets durch den Chip in der Hand ersetzt werden können. Irgendwann vielleicht sogar der Reisepass. Noch allerdings liegt das einige Jahre entfernt.

Bei der Stockholmer U-Bahn hat man derzeit jedenfalls keine Pläne, die Kartenleser zu modernisieren, so dass sie auch die implantierten Chips lesen können. Das gilt auch für die großen Supermarktketten. Doch ausgeschlossen sei das nicht, sagt ein IT-Verantwortlicher. Es hänge davon ab, wie viele Kunden das wünschten.

Werden Menschen noch gläserner?

Einwände, durch den Chip würde der Mensch noch gläserner, noch überwachbarer, lassen die Cyborgs nicht gelten. "Ein Handy", so sagt ein Bionyfiken-Mitglied, "zeichnet sogar dein Bewegungsprofil auf. Ein NFC-Chip kann das nicht".

Unbekümmertheit kennzeichnet schon lange das Verhältnis vieler Schweden zu völlig neuer Technik. Das ist auch kein Wunder, denn das Vertrauen in den Staat ist ungebrochen. Schlechte Erfahrungen mit Obrigkeiten sind selten. So ist es auch zu erklären, dass schon seit Jahrzehnten jeder in Schweden lebende Bürger eine Personennummer besitzt.

Einmal im Computer eingegeben, erfahren die Polizei, der Arzt, das Finanzamt, aber auch der Einzelhändler so das gesamte Leben des Betroffenen: Vorstrafenregister, Krankheiten, Einkommensverhältnisse und Kreditwürdigkeit. Undenkbar in Deutschland, doch in Schweden wollen die meisten Menschen das System nicht mehr missen, erleichtert es doch ihrer Meinung nach das Alltagsleben enorm.

Zusammenarbeit mit Kapersky Lab

Doch so ganz scheinen die Cyborgs der Technik doch nicht zu trauen: Um Sicherheitsbedenken auszuräumen, arbeitet Bionyfiken seit Februar mit der russischen IT-Sicherheitsfirma Kapersky Lab zusammen.

Bedenken ganz anderer Art haben dagegen die Gewerkschaften. Sie sorgen sich um den Datenschutz, fürchten, dass Arbeitnehmer mit implantierten Chips leichter überwacht werden können. Doch das Argument zieht bei den Cyborgs, aber auch bei IT-Spezialisten nicht richtig. Sie halten dem entgegen: Ein mitgeführtes Smartphone gewährt viel umfassendere Einblicke in den Lebenswandel des Besitzers.

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 Chip-Implantate: Wie aus Schweden Cyborgs werden
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Der mit dem Blubb 19. Mär 2015

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Dwalinn 19. Mär 2015

Erinnert mich an die futurama apple episode :)

css0099 19. Mär 2015

Rein aus interesse, was sind das für Anwendungen. Das ganze hört sich für mich äußerst...

HiddenX 18. Mär 2015

Ich dachte vor einigen Jahren schon, dass es doch ganz cool wäre mit nem RFID Chip in der...


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