Chip-Designer: Samsung und SK Hynix wollen keine Beteiligung an ARM
Nach dem gescheiterten Verkauf an Nvidia sucht ARM-Eigner Softbank wohl weiter finanzielle Auswege. Erfolg hat das bisher nicht.
Als mögliche Käufer für den Chip-Designer ARM sind in der Vergangenheit auch immer wieder die Halbleiterhersteller Samsung und SK Hynix genannt worden. Verschiedenen Medienberichten zufolge scheiden diese nun nach Verhandlungen mit ARM-Eigner Softbank ebenfalls aus. Darauf weist ein Bericht des Magazins The Register hin.
Bereits im März dieses Jahres äußerte SK Hynix Pläne dazu, gemeinsam mit anderen Partnern ein Konsortium gründen zu wollen, das dann ARM übernimmt. Auch Qualcomm zeigte sich kurz darauf offen für eine mögliche Beteiligung an solch einem Konsortium. Laut der Zeitung The Korean Herold gab SK Hynix diese Pläne aber offiziell auf. Das geht demnach aus Schriftsätzen hervor, die SK Hynix bei der koreanischen Finanzaufsicht eingereicht hat.
Auch Samsung ist offenbar weder an einer Beteiligung noch an einer kompletten Übernahme von ARM interessiert. Spekulationen darüber verdichteten sich nach dem Bekanntwerden eines geplanten persönlichen Treffens zwischen Softbank-CEO Masayoshi Son und Samsung-Verantwortlichen. Wie die Zeitung Korea Joongang Daily berichtete, besprachen die Beteiligten gemeinsam mit ARM-CEO Rene Haas zwar eine langfristige Partnerschaft, ein Verkauf oder eine Beteiligung soll jedoch nicht Teil der Verhandlungen gewesen sein.
Anfang dieses Jahres scheiterte der Versuch von Softbank, ARM an Nvidia zu verkaufen. Die Gründe dafür lagen vor allem an den Regulierungsbehörden und Wettbewerbshütern der beteiligten Länder. Neben Großbritannien (ARM), Japan (Softbank) und den USA (Nvidia) hätten auch die Behörden in China (ARM China) dem Kauf zustimmen müssen. Der Tenor, warum sich Widerstand regte: Die Konkurrenz könnte unterdrückt und künftige Technologie geschwächt werden. Einzelunternehmen, die ARM kaufen wollten, würden wohl ähnlichen Schwierigkeiten begegnen.