Chinesischer Autobauer: Dicke Luft bei deutscher Niederlassung von Great Wall Motor
Great Wall Motor hat mehrere Führungskräfte aus der deutschen Automobilindustrie abgeworben. Jetzt mehren sich die Klagen über das Arbeitsumfeld.
Mehrere derzeitige und ehemalige Führungskräfte sowie Geschäftspartner des chinesischen Autoherstellers Great Wall Motor berichten übereinstimmend von rüden Umgangsformen, fehlender Wertschätzung und einem Klima des Misstrauens bei Great Wall Motor in München, berichtet die FAZ. Auch die Gewerkschaft IG Metall bestätigt dem Bericht nach, dass Mitarbeiter sich über die Arbeitsbedingungen beschweren.
Auf Bewertungsportalen im Internet ist von einer "toxischen" Arbeitsatmosphäre und "Management by Terror" die Rede, heißt es in dem Artikel. Mitarbeitern werde es schwer gemacht, effektiv zu arbeiten. Stattdessen werde aus China durchregiert, kritisieren Insider.
Great Wall Motor weist die Vorwürfe laut FAZ zurück. Der Deutschland-Chef Steffen Cost spricht von einem "intensiven Arbeitsumfeld". Als chinesisches Unternehmen funktioniere Great Wall nun mal anders als etablierte deutsche Autobauer. Die Probleme seien normale Startschwierigkeiten eines jungen Unternehmens, sagt der Chef laut FAZ.
Wenig Verständnis für Mitarbeiter
Doch die Kritiker sehen die Schwierigkeiten nicht allein in kulturellen Unterschieden begründet. Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtet, dass seine Kompetenz letztlich nicht gefragt gewesen sei. Entscheidungen würden ohnehin aus China durchgedrückt. Die Europäer seien immer die Nervensäge, so der Tenor.
Auch dass Great Wall vor einem Jahr mehrere Führungskräfte fristlos entließ, hat das Betriebsklima offenbar belastet, heißt es in dem Bericht.. Die Gewerkschaft IG Metall wirft dem Unternehmen laut FAZ vor, die Kündigungen ohne vernünftige Begründung ausgesprochen zu haben.
Druck auf Führungsebene wächst
Branchenkenner führen die Spannungen auch auf den bisher ausgebliebenen Erfolg von Great Wall in Europa zurück, heißt es in dem Bericht. Der Marktstart wichtiger Modelle hat sich verzögert. Der Druck auf das Management wächst. Doch der Deutschland-Chef sieht Great Wall auf dem richtigen Weg. Mit neuen Modellen wolle man nun angreifen. Weitere Entlassungen seien nicht geplant.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed










Der Mini wird dort gebaut, weil es billig ist.
Soll das witzig sein, oder versteckt rassistisch? Deiner Meinung nach sind Chinesen also...
in China schürt die Partei seit Jahren massivst Hass gegen den Westen. Kein Wunder, dass...
Eigentlich sollte einem klar sein, dass man in einem Chinesischen Unternehmen eher keine...
Kommentieren