Chinesische Mondmission: Der Jadehase rollt
Bislang scheint die chinesische Mondmission ein voller Erfolg zu sein. Nach der Landung der Sonde Chang'e 3 am Samstag kurz nach 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist einen knappen Tag später die Nutzlast in Form des sechsrädrigen Mondroboters Yutu, zu Deutsch Jadehase, ausgeladen worden. Damit fährt das erste Mal seit rund 40 Jahren wieder ein Roboter auf dem Mond herum. Den letzten Besuch von der Erde erhielt der Mond im Jahr 1976 von der sowjetischen Sonde Luna 24(öffnet im neuen Fenster) .
Das erste Foto, das Yutu laut der chinesischen Weltraumagentur zur Erde übermittelt hat, zeigt die Mondsonde selbst, die vom Rover fotografiert wurde. Dabei sind besonders gut die beiden Rampen zu erkennen, auf denen Yutu herunterfuhr(öffnet im neuen Fenster) .
Der etwa 140 kg schwere Rover wird mit Hilfe von Solarzellen mit Energie versorgt. Er kann Bodenproben aufnehmen und analysieren sowie die Umgebung mit Kameras beobachten. Außerdem ist Yutu mit einem Bodenradar ausgerüstet. Er soll auch nach Rohstoffen suchen können und Steigungen von bis zu 30 Grad überwinden. Der Jadehase soll drei Monate in Betrieb sein und maximal 10 km weit von der Sonde entfernt operieren.
Die Gefährten fotografieren sich gegenseitig
Auch Chang'e 3 hat ein erstes Foto(öffnet im neuen Fenster) übermittelt. Es zeigt Yutu mit ausgeklappten Sonnensegeln, einer Parabolantenne und einer kleinen chinesischen Flagge. Die Fahrspuren weisen darauf hin, dass der Roboter für die Aufnahme eine Drehung vollführt hat.
China will in Zukunft weitere Ausflüge zum Mond unternehmen. 2017 soll der nächste chinesische Rover zum Mond fliegen und Proben sammeln, die dann zur Erde zurückgebracht werden sollen. Yutu und Chang'e 3 bleiben hingegen auf der Oberfläche des Erdtrabanten.
- Anzeige Hier geht es zu Mond - Eine Biografie bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



