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Chinesische Firmen werben auf Tiktok: Drohnenabwehr als Lifestyle-Produkt

Kleine chinesische Hersteller bewerben auf Tiktok Störsender, Detektoren und Abfanggewehre im Stil von Lifestyle-Produkten.
/ Mike Faust
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Für die Drohnenabwehr sind Angaben zur Geschwindigkeit, Entfernung und Anzahl der Drohnen wichtig. (Bild: JONAS ROOSENS / BELGA MAG / Belga / AFP via Getty Images)
Für die Drohnenabwehr sind Angaben zur Geschwindigkeit, Entfernung und Anzahl der Drohnen wichtig. Bild: JONAS ROOSENS / BELGA MAG / Belga / AFP via Getty Images

Chinesische Hersteller nutzen die Social-Media-Plattform Tiktok, um moderne Anti-Drohnen-Technologie direkt an ein globales Publikum zu vermarkten. Wie Wired berichtet(öffnet im neuen Fenster) , werden Produkte wie Störsender(öffnet im neuen Fenster) und Detektoren(öffnet im neuen Fenster) für die Drohnenabwehr im Stil lockerer Lifestyle-Werbung vermarktet.

Sowohl Russland als auch die Ukraine sind bei ihrer Drohnenproduktion stark von chinesischen Komponenten abhängig. Das betrifft Prozessoren, Sensoren, Drehzahlregler, Kameras und Funkmodule, die beide Kriegsparteien aus denselben Fabriken beziehen.

Zwar beschränkt die chinesische Regierung den Export von Technologien, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke eingesetzt werden können, Handelszahlen deuten laut Wired aber darauf hin, dass chinesische Drohnen weiterhin über Zwischenhändler in die Ukraine und nach Russland gelangen .

Keine Erklärungen zur Funktionsweise

Die von Wired analysierten Videos verzichten meist auf eine detaillierte Erklärung der Funktionsweise. Einige Produkte werden aber mit mehreren Funktionen beworben und sollen zum Beispiel Drohnen erkennen, deren Signale stören oder diese durch gefälschte Signale vom Kurs abbringen können.

Auch wird auf den Militärbezug verzichtet und zum Beispiel behauptet, die Technik sei zur Drohnenabwehr in Bergbaugebieten, an Öldepots und landwirtschaftlichen Betrieben geeignet. Eigenschaften, wie "zur Montage an Fahrzeugen geeignet", werden ebenfalls hervorgehoben.

Es sei allerdings unüblich, Produkte zur Drohnenabwehr anhand konkreter Anwendungsfälle zu bewerben, heißt es bei Wired. Vielmehr müssten Szenarien, wie Entfernungen, Geschwindigkeiten und die Größe von Drohnenschwärmen herangezogen werden. Besonders für Letzteres seien die beworbenen Produkte nicht geeignet, heißt es weiter.


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