Chinesische Apps: Biden hebt Trumps Tiktok-Erlass auf

US-Präsident Biden hebt mehrere Erlasse seiner Vorgängers Trump zu chinesischen Apps auf. Die Bedrohung durch Software "ausländischer Feinde" lässt er neu bewerten.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Zwangsverkauf von Tiktok in den USA ist vorläufig vom Tisch.
Der Zwangsverkauf von Tiktok in den USA ist vorläufig vom Tisch. (Bild: Mike Blake/Reuters)

Die chinesische App Tiktok muss nicht mehr mit einem Zwangsverkauf ihres US-Geschäfts rechnen. US-Präsident Joe Biden hob am Mittwoch mehrere Erlasse seine Vorgängers Donald Trump auf, die gegen chinesische App-Anbieter gerichtet waren. Das betrifft zwei Erlasse gegen Tiktok und Wechat vom 6. August 2020 sowie einen weiteren Erlass gegen chinesische Anbieter vom 5. Januar 2021. Sämtliche damit verbundenen Anordnungen und Richtlinien sowie Personalstellen und Arbeitsgruppen werden ebenfalls aufgehoben.

Stellenmarkt
  1. Senior Business Analyst*
    IKOR GmbH, deutschlandweit, remote
  2. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich digitale Transformation und digitale Start-ups (w/m/d)
    Forschungszentrum Jülich GmbH, Berlin
Detailsuche

Der neuen Verfügung zufolge muss das Handelsministerium in Kooperation mit anderen Ministerien und Behörden innerhalb von vier Monaten einen Bericht vorlegen, wie die sensiblen Daten von US-Bürgern vor einem Missbrauch durch einen "ausländischen Gegner" geschützt werden können. Innerhalb eines halben Jahres soll ein Bericht mit exekutiven und gesetzgeberischen Maßnahmen vorgelegt werden, um die Risiken im Zusammenhang mit vernetzten Softwareanwendungen unter der Kontrolle "ausländischer Gegner" zu adressieren.

Darüber soll das Handelsministerium fortlaufend entsprechende Softwareanwendungen bewerten, die ein "unangemessenes Risiko katastrophaler Auswirkungen auf die Sicherheit oder Widerstandsfähigkeit der kritischen Infrastruktur oder der digitalen Wirtschaft der Vereinigten Staaten darstellen".

Trumps Erlasse gescheitert

Trump hatte mit seinem Tiktok-Erlass den Verkauf des US-Geschäfts der beliebten chinesischen Video-App erzwingen wollen. Darin verbot er US-Bürgern, Geschäfte mit Bytedance, dem Eigentümer der App, zu machen. Die App stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar, hieß es zur Begründung.

Golem Akademie
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.06.2022, Virtuell
  2. Microsoft 365 Administration: virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Kurz vor Ende seiner Amtszeit war er noch gegen weitere Apps vorgegangen. Unter den acht Anwendungen, die aus dem US-Markt gedrängt werden sollten, waren die Bezahldienste Alipay, der zu Alibaba gehört, sowie Wechat Pay. Zu den weiteren betroffenen Apps gehören die Scan-Anwendung Camscanner, der Chatdienst Tencent QQ, die Video-App VMate und die Office-Suite WPS Office, die vor allem im chinesischen Markt als wichtigste Konkurrenz zu Microsofts Office gilt.

Der Verkauf von Tiktok an ein US-Unternehmen wie Microsoft oder Oracle ist jedoch gescheitert. Zuerst torpedierte die chinesische Regierung die Gespräche mit Verkaufsbeschränkungen für entsprechende Software. Dann befanden auch US-Richter, dass Trumps Regierung keine ausreichende rechtliche Grundlage für ihr Vorgehen gehabt habe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


oldmcdonald 10. Jun 2021

Naja, da ist dann die ein-Video-nach-dem-anderen-Funktion eben auch noch nicht...

Rewe_fighter 10. Jun 2021

Kwt



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Umweltschutz: Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling
    Umweltschutz
    Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling

    Ein neu entdecktes Enzym soll das biologische Recycling von Kunststoff deutlich beschleunigen.

  2. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  3. Beschäftigte: Microsoft wird Prämien und Aktienoptionen stark erhöhen
    Beschäftigte
    Microsoft wird Prämien und Aktienoptionen stark erhöhen

    Microsoft muss, um seine Experten zu halten, deutlich mehr für Prämien und Aktienoptionen ausgeben. Meta hatte einigen das doppelte Gehalt geboten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /