Chinas Tech-Wirtschaft: Ein Gespenst geht um in Peking

Marxismus und Leninismus statt Wirtschaftswachstum: Chinas Staatschef Xi Jinping stellt die Wirtschafts- und Technologiepolitik zunehmend in den Dienst seiner Ideologie. Das schadet in- wie ausländischen Unternehmen.

Eine Analyse von Gerd Mischler veröffentlicht am
Gespenst in China: "Ein Gespenst geht um in Europa" ist der erste Satz des Kommunistischen Manifests.
Gespenst in China: "Ein Gespenst geht um in Europa" ist der erste Satz des Kommunistischen Manifests. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)

Deutlicher können Bilder nicht sein: Als Saalordner Chinas ehemaligen Staatspräsidenten Hu Jintao zu Beginn des 20. Kongresses der Kommunistischen Partei der Volksrepublik im November 2022 aus der Großen Halle des Volkes abführen, wendet sich der damals 79-Jährige hilfesuchend an seinen Nachfolger, den amtierenden Generalsekretär der KP, Xi Jinping. Dieser hilft Hu nicht, signalisiert ihm vielmehr, dass der Rausschmiss in seinem Interesse sei. Die Szene erinnert an Jagden auf politisch Andersdenkende im maoistischen China oder im stalinistischen Russland. Genau das will Xi mit dieser in chinesischen ebenso wie westlichen Medien übertragenen Inszenierung auch zum Ausdruck bringen: Die unter Staatschef Deng Xiaoping 1978 begonnene Ära wirtschaftlicher Öffnung und Reform, für die auch Hu stand, ist endgültig vorbei.


Weitere Golem-Plus-Artikel
Aus dem Verlag: Weihnachtsrabatt für Golem Plus
Aus dem Verlag: Weihnachtsrabatt für Golem Plus

Im Weihnachtsangebot gibt es Golem Plus mit vielen jobrelevanten Deep Dives, Analysen und Ratgebern bei Neuabschluss 20 Prozent günstiger!


Qi wird 15: Laden ohne Kabel
Qi wird 15: Laden ohne Kabel

Was bei einer Elektrozahnbürste geht, sollte auch mit Smartphones gehen, oder? So wurde mit Qi vor 15 Jahren ein Standard für drahtloses Laden entwickelt. Richtig genutzt wird er aber erst jetzt.
Von Ingo Heinicke


Eine Woche mit Apples Journal: So langweilig ist mein Leben doch gar nicht!
Eine Woche mit Apples Journal: So langweilig ist mein Leben doch gar nicht!

Mit Journal will Apple für Achtsamkeit auf dem iPhone sorgen. Golem.de hat getestet, was die Tagebuch-App kann - und was noch nicht.
Ein Erfahrungsbericht von Daniel Ziegener


    •  /