Chinas Tech-Wirtschaft: Ein Gespenst geht um in Peking
Marxismus und Leninismus statt Wirtschaftswachstum: Chinas Staatschef Xi Jinping stellt die Wirtschafts- und Technologiepolitik zunehmend in den Dienst seiner Ideologie. Das schadet in- wie ausländischen Unternehmen.
Deutlicher können Bilder nicht sein: Als Saalordner Chinas ehemaligen Staatspräsidenten Hu Jintao zu Beginn des 20. Kongresses der Kommunistischen Partei der Volksrepublik im November 2022 aus der Großen Halle des Volkes abführen, wendet sich der damals 79-Jährige hilfesuchend an seinen Nachfolger, den amtierenden Generalsekretär der KP, Xi Jinping. Dieser hilft Hu nicht, signalisiert ihm vielmehr, dass der Rausschmiss in seinem Interesse sei. Die Szene erinnert an Jagden auf politisch Andersdenkende im maoistischen China oder im stalinistischen Russland. Genau das will Xi mit dieser in chinesischen ebenso wie westlichen Medien übertragenen Inszenierung auch zum Ausdruck bringen: Die unter Staatschef Deng Xiaoping 1978 begonnene Ära wirtschaftlicher Öffnung und Reform, für die auch Hu stand, ist endgültig vorbei.



