Chinas nächste Maglev: Bis 2020 sollen erste Test-Magnetbahnen 600 km/h erreichen

Nach dem deutschen Transrapid will China einen zweiten Versuch mit Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahnen starten. In nur wenigen Jahren soll eine Teststrecke entstehen und das erste Wagenmaterial durch die Luft fliegen. Neben Südkorea und Japan gehört China mittlerweile zu den stärksten Förderern der Technik.

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Bisher hat sich CRRC auf Mid-low-Speed-Magnetbahnen wie diese hier konzentriert. Das soll sich jetzt ändern.
Bisher hat sich CRRC auf Mid-low-Speed-Magnetbahnen wie diese hier konzentriert. Das soll sich jetzt ändern. (Bild: CRRC)

China wird mehr und mehr zum Land der Hochgeschwindigkeitszüge und setzt dafür neuerdings wieder auf Magnetschwebebahn-Technik. Das Land will binnen kürzester Zeit einen zweiten Anlauf starten und setzt sich eine hohe Geschwindigkeit zum Ziel. Bis 2020 sollen 600 km/h mit einem Prototyp erreicht werden. Binnen gerade einmal drei Jahren muss dafür eine Teststrecke wie auch das Wagenmaterial entstehen. Dieses Mal allerdings mit eigener Technik.

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Der hierzulande aufgegebene Transrapid wird jedenfalls nicht verwendet. Diese, bisher noch immer schnellste kommerziell in Betrieb befindliche Magnetbahn, ist in Schanghai als Shanghai Maglev der Flughafenzubringer für den internationalen Flughafen Pudong. Seit über einem Jahrzehnt fährt der Zug außerhalb der Lärmschutzzeiten dort mit 430 km/h. Das ist immer noch schneller als Chinas Hochgeschwindigkeitseisenbahnen, die 350 km/h planmäßig fahren, wobei China längst Vorbereitungen getroffen hat, mit einem klassischen Rad-Schiene-System 400 km/h zu erreichen. Das geht allerdings nur mit sehr großen Kurvenradien und Steigungen sind auch nicht die Stärke der alten Systeme. Der Transrapid schlängelt sich hingegen durch Schanghai hindurch.

Den Auftrag für die neue Magnetbahn hat die CRCC Qingdao Sifang bekommen. Informationen gibt es bei dem Staatskonzern aber wie üblich nicht. Das Projekt steht in Konkurrenz zu Japans JR Maglev alias Chūō-Shinkansen, das sich bereits im Bau befindet und Tokio (Shinagawa) mit Nagoya parallel zum Shinkansen verbinden soll. Über die nächsten Jahrzehnte soll auch Osaka und damit die Kansai-Region erreicht werden. Soweit sind die Planungen von China allerdings nicht.

Dafür versucht China derzeit allerdings zu beweisen, dass sich die Magnetbahnen im Innenstadtverkehr bewähren können. In Peking wurde von der Beijing Subway zum Jahreswechsel 2017/2018 die Mentougou Line S1 in Betrieb genommen. Das System ist irgendwo zwischen U- und S-Bahn einzustufen und das erste System, das entsprechend viele Fahrgäste transportieren kann.

Abseits von China und Japan hat auch Südkorea ein Magnetbahnsystem in Betrieb. Mit der sehr laufruhigen Ecobee-Maglev sind wir auch schon gefahren.

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    Von Peter Steinlechner

Dietbert 02. Feb 2018

Die Frage ist, warum kostet es so viel? Wenn Magnetbahnen kein exotenprodukt wären...

McAngel 02. Feb 2018

Städteplanung von heute sind ohnehin schon alle überholt und nicht ressourcenschonend...



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