• IT-Karriere:
  • Services:

China: Westliche Firmen sollen geheimen Quellcode herausgeben

Stets unter Kontrolle: Die chinesische Regierung verlangt neuerdings von Unternehmen Hintertüren für die Überwachung und den Quellcode der Firmware. Westliche Firmen sprechen von Protektionismus.

Artikel veröffentlicht am ,
Chinas Präsident Xi Jinping: Gespräche mit dem Komitee für Cybersicherheit
Chinas Präsident Xi Jinping: Gespräche mit dem Komitee für Cybersicherheit (Bild: Alexey Kudenko/RIA Novosti via Getty Images)

Die chinesische Regierung hat neue Regeln für Unternehmen aufgestellt, die Computer an Banken in China liefern: So müssen Anbieter etwa Programmcode offenlegen oder sich sehr genauen Prüfungen unterziehen. Das berichtet die New York Times (NYT).

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Neckarsulm
  2. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bonn-Röttgen

Die Regierung hat ausländischen Unternehmen die Regeln zugestellt. Sie umfassten 22 Seiten, berichtet die Zeitung. Die Regeln verlangen beispielsweise von den Unternehmen, dass sie Forschungs- und Entwicklungszentren in China aufbauen.

Computer sollen sicher und kontrollierbar sein

Die chinesischen Behörden gehen aber auch an die Substanz: Sie verlangen beispielsweise, dass ihnen der Quellcode der Firmware von Computern und Netzwerkgeräten ausgehändigt werden muss. Zudem fordern sie den Einbau von Hintertüren, um die Daten, die auf den Rechnern verarbeitet werden, überwachen zu können. Ziel ist, dass bis zum Jahr 2019 75 Prozent der Technikprodukte, die von chinesischen Banken eingesetzt werden, sicher und kontrollierbar sind.

Eine Reihe ausländischer Unternehmen und Verbände hat beim Komitee für Cybersicherheit der Kommunistischen Partei Chinas gegen die Maßnahmen protestiert. Das Komitee leitet Präsident Xi Jinping selbst. Die Unternehmen werfen der chinesischen Regierung Protektionismus vor: Unter dem Deckmantel der Cybersicherheit sollten inländische Produkte und Dienste bevorzugt werden.

Maßnahmen gehen weiter als in anderen Ländern

Die Regeln gingen weit über die Maßnahmen hinaus, die andere Staaten für Cybersicherheit ergriffen, schreibt die New York Times. Das lasse den Verdacht des Protektionismus aufkommen: Die Unternehmen glauben, dass die chinesische Regierung sie so dazu bringen will, sich aus dem Land zurückzuziehen. Allerdings gelten die Regeln auch für chinesische Unternehmen. Die westlichen Unternehmen fordern Gespräche mit dem Komitee für Cybersicherheit.

China wird nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens IDC in diesem Jahr 465 Milliarden US-Dollar für Informations- und Kommunikationstechnologie ausgeben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Alphacool NexXxoS XT45 360 mm für 59,90€ + 6,79€ Versand)
  2. (u. a. Arlo Pro 3 Sicherheitskamera und Alarmanlage für 219,99€)
  3. 80,61€
  4. 73,95€ (Preis wird an der Kasse angezeigt)

Werni 30. Jan 2015

Na, also im Linux-Lager gibt es sicher genug stabile Distributionen. ich denke nicht...

Schiwi 30. Jan 2015

komisch, ja, wenn wir sowas von den Chinesen fordern würden, gäbe es wohl sogar einen...

jürgen88 30. Jan 2015

Die Software soll sicher sein... und wir wollen ne hintertüre dass andere die hintertür...

frostbitten king 29. Jan 2015

Aber äußerst umständlich. Realistischer wärs, sie können sich aus dem Source die Firmware...

MarioWario 29. Jan 2015

Das ist aber gegen die Agenda der ITU, zudem hat seit bestehen jedes öffentliche...


Folgen Sie uns
       


Watch Dogs Legion angespielt

Mit Legion bekommt die Serie Watch Dogs eine dritte Chance von Ubisoft. Schauplatz ist London nach dem Brexit, eine korrupte Regierung und Banden unterdrücken die Bevölkerung, die sich allerdings wehrt. Wichtigste Neuerung gegenüber den Vorgängern: Spieler können Passanten für den Widerstand rekrutieren.

Watch Dogs Legion angespielt Video aufrufen
5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Xbox, Playstation, Nvidia Ampere: Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?
Xbox, Playstation, Nvidia Ampere
Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?

Trotz des Verkaufsstarts der Playstation 5 und Xbox Series X fehlt von HDMI-2.1-Displays jede Spur. Fündig werden wir erst im TV-Segment.
Eine Analyse von Oliver Nickel


    Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
    Vivo X51 im Test
    Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

    Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
    2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
    3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

      •  /