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China: Wechat-Profil statt Personalausweis

Das soziale Netzwerk Wechat ist so etwas wie das Facebook von China, und es wird wichtiger: Künftig sollen sich die Mitglieder auch mit ihrem Profil etwa bei der Anmeldung in Hotels identifizieren können - staatlich legitimiert, und wohl auch überwacht.

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Wechat-QR-Codes auf einer Jobbörse in der chinesischen Stadt Taiyuan
Wechat-QR-Codes auf einer Jobbörse in der chinesischen Stadt Taiyuan (Bild: CG/VCG via Getty Images)

Künftig sollen sich die Bürger Chinas ganz offiziell mit ihrem Profil aus dem sozialen Netzwerk Wechat ausweisen können. Wechat hat derzeit rund 980 Millionen Mitglieder - die meisten der rund 1,38 Milliarden Bürger des Landes nutzen den Dienst, der dem Medienkonzern Tencent gehört und ungefähr die gleiche Bedeutung hat wie Facebook im Westen.

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Die neue Ausweisfunktion wurde laut einem Bericht der in Hongkong verlegten South China Morning Post gemeinsam von einem Team bei Wechat und dem chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit entwickelt. Derzeit läuft eine Testphase in einem Teil der Millionenstadt Guangzhou. Relativ rasch soll der Test auf die Küstenregion Guangdong und bereits ab Januar 2018 auf ganz China ausweitet werden.

Laut der South China Morning Post soll das Wechat-Profil ungefähr den gleichen Status haben wie ein Personalausweis. Allerdings soll das auf einem Smartphone gespeicherte Profil mehr Sicherheit bieten, weil der Nutzer sind etwa per Gesichtserkennung besser gegen Identitätsdiebstahl schützen könne. Als typische Anwendung nennt die Zeitung die Anmeldung in Hotels und in Ämtern.

Datenlieferant für das Social Credit System

Mehr als nur ein Nebenffekt dürfte aus Sicht des Staates sein, dass sich die Bürger damit einfacher überwachen lassen, schließlich arbeitet Wechat eng mit den Behörden zusammen. Bereits jetzt spielt der Dienst eine zentrale Rolle im geplanten Social Credit System, mit dem in China künftig so gut wie alle Belange des gesellschaftlichen Lebens erfasst und systematisch auswertet werden.

Das System soll einen Punktestand errechnen, der unter anderem Auswirkungen auf die Karriere, die Vergabe von Krediten und die Konditionen der Krankenversicherung haben kann. Das System soll nach aktuellen Plänen im Jahr 2020 landesweit starten.

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Hakuro 29. Dez 2017

WeChat ist fast identisch mit WhatsApp. Einziger Unterschied ist das ich Fotoalben...

xUser 29. Dez 2017

In den meisten Ländern muss ich auch noch einen Meldezettel ausfüllen, bzw...

TfisheyeT 28. Dez 2017

Um sowas zu entwickeln wirst du bezahlt. Und wenn dir das nicht recht ist, wird halt ein...

Pinguin 28. Dez 2017

Warum denn so aufregen. So wurde es schon berichtet: http://www.zeit.de/digital...

DrSommer 28. Dez 2017

In Berlin war vor einigen Jahren mal eine coole Aktion, in der pseudo-FaceBook Ausweise...


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