China: USA planen Import-Beschränkungen für vernetzte Autos
Das Handelsministerium der USA steht kurz davor, einen Sicherheitsvorschlag vorzulegen, der erhebliche Auswirkungen auf die Automobilindustrie haben könnte, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Demnach plant das Ministerium ein Verbot chinesischer Soft- und Hardware in vernetzten und autonomen Fahrzeugen, die auf amerikanischen Straßen unterwegs sind. Die geplante Maßnahme ist auf wachsende Sicherheitsbedenken zurückzuführen.
Die vorgeschlagene Verordnung würde den Import und Verkauf von Fahrzeugen aus China verbieten, die Kommunikations- oder automatisierte Fahrsystemkomponenten enthalten.
Die USA befürchten, dass die Fahrzeuge Daten über US-amerikanische Fahrer und die Infrastruktur des Landes erheben und an China weiterleiten. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich einer möglichen Manipulation von vernetzten Fahrzeugen und Navigationssystemen.
Handelsministerin Gina Raimondo betonte bereits das Potenzial für katastrophale Folgen, wenn die Software in Millionen von Autos deaktiviert würde.
Der Plan beschränkt sich nicht ausschließlich auf in China hergestellte Fahrzeuge. Er zielt darauf ab, die Sicherheit der Lieferkette für alle vernetzten Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten zu gewährleisten, unabhängig von ihrer Herkunft. Die Vorschriften würden nicht für landwirtschaftliche oder Bergbaufahrzeuge gelten.
Vorgeschlagener Zeitplan und Umfang
Quellen zufolge plant das Handelsministerium, eine 30-tägige Frist für öffentliche Stellungnahmen einzuräumen, bevor es die Regeln festlegt. Der Vorschlag sieht vor, Softwareverbote für das Modelljahr 2027 einzuführen, während Hardwareverbote im Januar 2029 oder im Modelljahr 2030 in Kraft treten würden.
Die Beschränkungen würden Fahrzeuge mit bestimmten Bluetooth-, Satelliten- und drahtlosen Funktionen sowie hochautonome Fahrzeuge, die ohne Fahrer betrieben werden können, umfassen. Diese Verbote würden über China hinaus auch andere Gegner der USA, wie z. B. Russland, einschließen.
Die USA haben bereits drastische Zollerhöhungen auf chinesische Importe eingeführt. Zu diesen Zöllen gehören ein 100-prozentiger Zoll auf Elektrofahrzeuge und neue Erhöhungen auf Akkus für Elektrofahrzeuge und für wichtige Mineralien.
Die Automobilindustrie hat Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Änderungen geäußert. Eine Handelsgruppe, die große Autohersteller vertritt, darunter General Motors, Toyota Motor, Volkswagen und Hyundai, hat davor gewarnt, dass die Änderung von Hardware und Software viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehme.
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