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China: USA hackt angeblich schon seit 2009 Server von Huawei

Außerdem behauptet China, die US-Regierung zwinge Tech-Konzerne für Spionagezwecke zum Einbau von Hintertüren in ihren Produkten.
/ Marc Stöckel
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China wirft den USA umfassende Spionageaktivitäten gegenüber anderen Ländern vor. (Bild: David Ramos/Getty Images)
China wirft den USA umfassende Spionageaktivitäten gegenüber anderen Ländern vor. Bild: David Ramos/Getty Images

China wirft den USA vor, seit 2009 ununterbrochen die Server des chinesischen Telekommunikationsausrüsters und Hardwareherstellers Huawei zu hacken, um sensible Daten von den IT-Systemen des Unternehmens abzugreifen. Das geht aus einem Bericht von Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) hervor, der als Informationsquelle einen offiziellen Wechat-Beitrag von Chinas Ministerium für Staatssicherheit nennt.

"Im Jahr 2009 begann das Office of Tailored Access Operations damit, Server in der Huawei-Zentrale zu infiltrieren, und setzte derartige Überwachungsmaßnahmen fort" , heiße es in dem Beitrag mit dem Titel: Enthüllung der wichtigsten verabscheuungswürdigen Methoden der US-Geheimdienste bei Cyberspionage und Diebstahl. Darüber hinaus zwinge die US-Regierung große und einflussreiche Tech-Konzerne, Hintertüren in ihre Software und Geräte einzubauen, um Spionageaktivitäten gegen Länder wie China und Russland zu unterstützen.

Weiter gehe aus dem Wechat-Beitrag hervor, dass Chinas National Computer Virus Emergency Response Center bei der Untersuchung eines im vergangenen Jahr erfolgten Cyberangriffs auf die Northwestern Polytechnical University in Xi'an eine Spyware namens Second Date entdeckt habe. Dabei handle es sich um eine von der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde NSA entwickelte Cyberspionage-Malware, die "in Tausenden von Netzwerken in vielen Ländern der Welt" verdeckt eingesetzt werde.

Huawei inmitten geopolitischer Spannungen

Die neuen Vorwürfe heizen die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA weiter an. Schon zuvor sollen chinesische Staatsmedien die Vereinigten Staaten wiederholt als "ein wahres Imperium von Hackern" bezeichnet haben. Ferner habe China zuletzt sein Anti-Spionage-Gesetz überarbeitet , um Cyberangriffe auf Regierungsbehörden und wichtige Infrastrukturen zu verhindern. Ein Verstoß führt laut Nikkei Asia zu einer lebenslangen Haftstrafe – unklare Regelungen machen die Arbeit in China damit für Ausländer gefährlicher.

Erst vor wenigen Tagen kritisierte China eine von den US-Behörden eingeleitete Untersuchung zum Huawei-Smartphone Mate 60 Pro, mit dessen SoC der Hersteller gegen bestehende US-Sanktionen verstoßen haben soll.


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