China: Trumps Wechat-Verbot könnte für Apple desaströs sein

In China ist ein Smartphone ohne Wechat weitaus weniger nützlich - das könnte nach einem Verbot der App durch die Trump-Regierung für Apple ein großes Problem werden.

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QR-Codes für Wechat ersetzen in China unter anderem Bargeld.
QR-Codes für Wechat ersetzen in China unter anderem Bargeld. (Bild: VCG/VCG via Getty Images)

Apple könnten durch ein Verbot der chinesischen App Wechat seitens der US-Regierung möglicherweise starke Wettbewerbsnachteile in China drohen. Sollte Apple die App aufgrund eines Verbotes weltweit nicht mehr in seinem App Store anbieten dürfen, würde dies iPhones in China in ihrer Funktion stark beschneiden, wie The Verge schreibt. US-Präsident Trump hatte ein Verbot der chinesischen App angeordnet.

Wechat ist nicht nur ein Messenger, sondern eine Art Allround-Werkzeug. Mit der App lassen sich in China Zahlungen vornehmen, ein Taxi rufen oder auch Behördengänge erledigen. Wer nicht gläsern sein möchte und Wechat nicht verwenden will, hat im öffentlichen Leben starke Nachteile. Ein Smartphone ohne Wechat dürfte für viele chinesische Nutzer entsprechend sinnlos sein.

Ein Verbot der App auch den chinesischen Markt dürfte entsprechend die aufstrebenden Verkaufszahlen für iPhones in China zunichtemachen. Apple hält aufgrund der immer stärker werdenden Marktposition Huaweis im zweiten Quartal 2020 zwar nur einen Marktanteil von 9 Prozent, konnte seine Verkäufe im Jahresvergleich aber um 32 Prozent steigern, wie Counterpoint berichtet. Damit ist Apple neben Huawei der einzige Hersteller in den Top 5 in China, der seine Verkäufe verglichen mit dem zweiten Quartal 2019 erhöhen konnte.

Huawei dürfte vom Wechat-Verbot profitieren

Sollte Wechat für Nutzer in China auf iPhones nicht mehr zur Verfügung stehen, dürften sich die Kräfteverhältnisse weiter zugunsten chinesischer Hersteller verschieben. Was Trump mit dem Wechat-Verbot überhaupt bezwecken will, ist unklar: Die App dürfte in den USA kaum genutzt werden, entsprechend wäre eine Argumentation um die nationale Sicherheit fraglich.

Generell sind schlechte Handelsbeziehungen zwischen den USA und China für Apple problematisch: Die Produktion der Apple-Geräte erfolgt zu einem überwiegenden Teil in China. Bereits verhängte Strafzölle verteuern die Produktion, was entweder zu einer Reduzierung der Gewinnmarge oder höheren Preisen führt. Versuche, die Produktion der iPhones nach Indien und Vietnam auszulagern, haben bisher noch nicht die gewünschte Entlastung gebracht.

Erste US-Unternehmen fordern von US-Präsident Trump bereits ein Ende der Sanktionen. So berichtet Qualcomm beispielsweise, dass dem Unternehmen durch die Maßnahmen gegen Huawei ein Markt im Wert von 8 Milliarden US-Dollar verloren geht.

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elBarto 12. Aug 2020

Spielgeld? Ja, aber damit kaufst du dir dein Essen.

OutOfCoffee 11. Aug 2020

Nicht in der gleichen Qualität wie in Deutschland? Das ist noch arg untertrieben. Kommt...

tomate.salat.inc 11. Aug 2020

Gering ist noch immer besser als 0. Wenn jetzt im republikanischen Lager ein Konflikt...

tomate.salat.inc 11. Aug 2020

Kann ich mir nicht vorstellen, dass das geht. Man braucht keine Genie zu sein um auf die...



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