China: Trump-Regierung prüft verstaatlichtes 5G-Netzwerk

Aus Konkurrenz zur Großmacht China erwägt die US-Regierung, das künftige 5G-Netz zu verstaatlichen. Sie argumentiert, sich damit vor Spionage aus China schützen zu wollen - doch die chinesischen Anbieter sind ohnehin von US-Netzwerken ausgeschlossen.

Artikel veröffentlicht am ,
AT&T-Chef Randall Stephenson zeigt Trump im Juni 2017 5G im Modell.
AT&T-Chef Randall Stephenson zeigt Trump im Juni 2017 5G im Modell. (Bild: Jonathan Ernst/Reuters)

Die Trump-Regierung will in den USA das künftige 5G-Mobilfunknetzwerk verstaatlichen. Das berichtet das US-Onlinemagazin Axios unter Berufung auf interne Regierungsinformationen. Die Powerpoint-Präsentation und das Memo sollen von hohen Beamten des Nationalen Sicherheitsrats stammen.

Stellenmarkt
  1. Microsoft Powerplatform & RPA Specialist (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
  2. Softwareentwickler (m/w/d) C#
    Bayerische Landesärztekammer, München
Detailsuche

Die Präsentation besagt, dass die USA schnell ein 5G-Netzwerk aufbauen müssten, weil "China eine dominante Position bei der Herstellung und dem Betrieb von Netzwerkinfrastruktur erreicht hat" und "China der dominierende bösartige Akteur in der Informationsdomäne ist". Der beste Weg, dagegen anzugehen, sei laut dem Memo, dass die Regierung selbst das 5G-Netzwerk aufbaue. Der Zugang zu Netzbetreibern wie AT&T, Verizon und T-Mobile US würde dann vermietet.

Leitender Regierungsbeamter: Bedrohung durch China

Ein leitender Regierungsbeamter bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass das nationale Sicherheitsteam von Präsident Donald Trump nach Möglichkeiten suche, um der Bedrohung durch China zu begegnen, das Telefonanrufe in den USA ausspioniere, darunter auch, dass die Regierung ein 5G-Netzwerk baut.

Der Beamte bestätigte den Kern des Berichts von Axios, die Vorlage werde aber auf niedriger Ebene diskutiert und sei "sechs bis acht Monate davon entfernt, vom Präsidenten selbst in Betracht gezogen zu werden".

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.03.2023, Virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    28.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei und ZTE sind aber ohnehin vom US-Markt für Netzwerke ausgeschlossen. Ein Gesetz, das US-Netzbetreibern verbietet, Ausrüstung in China zu kaufen, gibt es nicht. Was es gibt, sind Drohungen, dass der Betreiber nachteilige Konsequenzen wie das Ausbleiben staatlicher Aufträge zu befürchten hat oder dass es imageschädigend für das Geschäft mit Privatkunden ist. Huawei ist ein Privatunternehmen, ZTE indirekt staatlich. Nur kleinere regionale US-Netzbetreiber sind von dem Bann nicht erfasst. Daher ist die Argumentation unsinnig, eine Verstaatlichung des 5G-Netzes sei aus Schutz gegen chinesische Spionage nötig. Huawei ist in Deutschland Partner der Telekom, der Telefónica und Vodafones beim Aufbau eines 5G-Netzes.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amazon Shopper Panel
Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
Artikel
  1. Vodafone und Telekom: LTE-Ausbau in Berliner Bahntunneln dauert weitere Jahre
    Vodafone und Telekom
    LTE-Ausbau in Berliner Bahntunneln dauert weitere Jahre

    Laut Senatsverwaltung kam der Ausbau der Base-Transceiver-Station-Hotels nicht wie geplant voran. Nicht nur die Kunden von Vodafone und Telekom haben das Nachsehen.

  2. Northrop Grumman: B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt
    Northrop Grumman
    B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt

    Northrop Grumman hat mit dem B-21 Raider eine neuen Tarnkappenbomber vorgestellt. Dabei kamen agile Softwareentwicklung und digitales Engineering zum Einsatz.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /