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China: Stundenlanger Internetausfall in China

Angriff von außen oder Panne im Zensursystem? In China konnten Nutzer mehrere Stunden lang viele Websites nicht erreichen. Sie wurden auf US-Websites weitergeleitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Internetnutzer in China (Symbolbild):  ähnlicher Vorfall 2002
Internetnutzer in China (Symbolbild): ähnlicher Vorfall 2002 (Bild: Reuters/Stringer)

Internetausfall in China: Statt auf den beliebten Portalen Sina oder Sohu landeten chinesische Surfer am 21. Januar 2014 auf Websites in den USA. Nach Angaben des China Internet Network Information Center (CNNIC) handelte es sich um einen Ausfall im Domain Name System (DNS). Es gibt aber auch eine andere Erklärung.

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Der Ausfall habe am Nachmittag gegen 15 Uhr Ortszeit begonnen, berichtet die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua. Das CNNIC erklärte über den Microblogging-Dienst Weibo, die chinesischen Root-Server seien ausgefallen. Betroffen waren laut Qihoo 360, einem chinesischen Anbieter von Sicherheitssoftware, drei Viertel der chinesischen DNS-Server. Der Ausfall dauerte rund acht Stunden.

Umleitung auf zwei US-Sites

Wollten die Surfer Websites mit den Domains .com, .net oder .org besuchen, seien sie zu einem Server des US-Unternehmens Sophidea, andere auf die Seite von Dynamic Internet Technology (DIT) umgeleitet worden, berichtet die New York Times.

Sophidea hat seinen Sitz im US-Bundesstaat Wyoming - unter der gleichen Adresse sind eine Reihe von Briefkastenfirmen registriert, wie die britische Nachrichtenagentur Reuters 2011 herausfand. DIT stammt aus dem US-Bundesstaat North Carolina. Beide Unternehmen bieten Software oder Dienste an, mit denen sich Zensurmaßnahmen wie etwa die sogenannte Great Firewall of China umgehen lassen.

Angriff auf chinesischen Server?

Über die Ursache für den Fehler wird spekuliert: Der Ausfall könnte durch einen Angriff auf das DNS verursacht worden sein, sagte ein Qihoo-Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Xinhua. Wer hinter einem solchen Angriff stecken könnte, ist unklar.

DIT-Chef Bill Xia hat im Gespräch mit dem Wall Street Journal eine andere Erklärung: Die Website von DIT ebenso wie die von Sophidea ist in China blockiert. Er vermutet, dass der Internettraffic versehentlich auf diese umgeleitet worden ist, statt die IP-Adressen zu blockieren.

Falun Gong statt Sina

Einen ähnlichen Vorfall hat es 2002 schon einmal gegeben: Seinerzeit fanden sich Nutzer, die die Suchmaschine des Portals Sina nutzen wollten, auf einer Seite wieder, die mit Falun Gong im Zusammenhang steht. Die sektenähnliche Gemeinschaft ist in China verboten, alle ihre Websites gesperrt. Damals wie dieses Mal habe es sich um einen Fehler in der Great Firewall gehandelt, glaubt Xia, der selbst Falun-Gong-Anhänger ist.

Auch andere Sicherheitsexperten halten diese Erklärung für wahrscheinlich. Informanten mit Kenntnissen über Maßnahmen der Internetregulierung der chinesischen Regierung sagten Reuters, sie glaubten nicht an einen Hackerangriff, sondern an einen Fehler im Zensursystem. Weil dies jedoch eine heikle Angelegenheit sei, wollten sie nicht auf Details eingehen.

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Kiwi 23. Jan 2014

die russen ;D

winterkoenig 23. Jan 2014

Wusste gar nicht, dass es in WoW überzüchtete Schoßhündchen gibt. Man lernt nie aus. ;-)


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