China: Nio streicht Fabrikpläne für seine Elektroautos

Das chinesische EV-Startup Nio hatte erst im Dezember ein neues, kleineres Elektroauto in Form eines SUV vorgestellt und eine neue Fabrik in Schanghai angekündigt. Aus der Fabrik wird nun doch nichts. Stattdessen wurde ein Milliardenverlust ausgewiesen.

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Nio ES6
Nio ES6 (Bild: Nio)

Der chinesische Anbieter Nio hatte im Dezember 2018 ein Elektroauto vorgestellt, das eine Reichweite von bis zu 480 km bei einem Preis von umgerechnet 46.000 Euro haben soll. Nun teilte das Unternehmen mit, dass es doch kein eigenes Werk für das Auto in Schanghai bauen wird. Nio wird sein bestehendes Werk in China für den Bau seiner Autos weiter nutzen.

Das Unternehmen verzeichnete 2018 einen Umsatz von 720 Millionen US-Dollar, aber auch einen Nettoverlust von 1,4 Milliarden US-Dollar und verdoppelte damit fast seine Verluste gegenüber dem Vorjahr. Der Aktienkurs fiel daraufhin um fast 20 Prozent.

Nio produzierte im Jahr 2018 12.775 Autos und lieferte 11.348 seiner siebensitzigen ES8-SUVs an Kunden aus. Nio arbeitet nach eigenen Angaben an der Auslieferung des ES6 und des sechssitzigen ES8.

Das elektrische SUV ES6 mit einer Hybridstruktur aus Aluminium und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, hat eine NEFZ-Reichweite von über 510 km und einen Bremsweg von 33,9 m von 100 bis 0 km/h. Ein anderer Reichweitentest liegt nicht vor. Das Standardmodell hat zwei Elektromotoren, die zusammen auf 320 kW/435 PS kommen. Das Performance-Modell erreicht 400 kW/544 PS.

  • Nio ES6 (Bild: Nio)
  • Nio ES6 (Bild: Nio)
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  • Nio ES6 (Bild: Nio)
  • Nio ES6 (Bild: Nio)
  • Nio ES6 (Bild: Nio)
Nio ES6 (Bild: Nio)

Der ES6 soll in China in den Versionen Standard und Performance mit Startpreisen von umgerechnet 46.000 Euro beziehungsweise 51.000 Euro auf den Markt kommen. Das Fahrzeug ist damit rund 12.000 Euro günstiger als der ES8. In China sollen die Auslieferungen ab Juni 2019 beginnen.

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