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China: Neue Zensurmaßnahmen gegen VPNs

Chinas Zensurbehörden haben offenbar neue Methoden zur Blockierung von VPNs umgesetzt. Mehrere Anbieter berichten von Problemen mit Zugriffen ihrer chinesischen Kunden.
/ Jörg Thoma
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China hat offenbar seine große chinesische Firewall verstärkt, berichten VPN-Benutzer. (Bild: Daderot/Public Domain)
China hat offenbar seine große chinesische Firewall verstärkt, berichten VPN-Benutzer. Bild: Daderot/Public Domain

Offiziell gibt es seit einigen Tagen ein Upgrade der großen chinesischen Firewall. Das zumindest berichtet die regierungsnahe Zeitung Peoples Daily. Damit soll die"Souveränität des chinesischen Cyberspace" erhöht werden. Seitdem stellten mehrere VPN-Anbieter fest, dass ihre Verbindungen von und nach China zeitweilig gestört sind. Andere beobachteten zwar verstärkte Angriffe, ihre Dienste würden aber weiterhin funktionieren. Das schreibt die Webseite Techcruch(öffnet im neuen Fenster).

Nutzer des Dienstes von Strong VPN berichten, dass sie weder über PPTP noch über L2TP aus China Zugriff über die Knotenpunkte in New York, Miami oder San Francisco erhalten. Lediglich über einen VPN-Provider in Hongkong wären Verbindungen möglich. Strong VPN arbeite an einer Lösung, heißt es in dem Blog. Bislang gibt es aber offenbar noch keine. Auch der Provider Astrill berichtete über Twitter(öffnet im neuen Fenster), dass wegen der Zensurmaßnahmen sämtliche VPN-Protokolle auf iOS-Geräten nicht mehr funktionierten, darunter IPSec, L2TP/IPSec und PPTP.

Blockade durch Deep Packet Inspection

Obwohl sein eigener Dienst VyprVPN offenbar nicht betroffen ist, berichtet der VPN-Anbieter Golden Frog von vermehrten Angriffen mit Deep Packet Inspection. Damit werden Pakete einer Verbindung auf Hinweise auf VPNs untersucht und gegebenenfalls blockiert, sagte der Chef des VPN-Anbieters Sunday Yokubaitis zu Techcrunch. Diese Eingriffe seien komplexer als alle anderen bisher beobachteten Eingriffe der chinesischen Zensurbehörden.

Mittlerweile haben die chinesischen Zensurbehörden auch die Berichterstattung über die neuen Maßnahmen in China verboten. Das soll ein geleaktes Dokument belegen, das die Webseite China Digital Times veröffentlicht hat(öffnet im neuen Fenster). Auf Greatfire.org(öffnet im neuen Fenster) werden Informationen über die Zensurmaßnahmen in Chinas Internet gesammelt.


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