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China Mobile 5G Core: Milliardenauftrag geht nicht an Nokia und Ericsson

Huawei und ZTE erhalten den Auftrag über 1,16 Milliarden US-Dollar für einen 4G/ 5G Common Core. Ericsson und Nokia sind nicht dabei oder gaben kein Gebot ab.
/ Achim Sawall
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Ericsson war 2020 bei einem Core-Auftrag von China Mobile dabei. (Bild: Ericsson)
Ericsson war 2020 bei einem Core-Auftrag von China Mobile dabei. Bild: Ericsson

China Mobile hat in einem Bieterwettbewerb einen Netzausrüsterauftrag im Volumen von 7,5 Milliarden CNY (1,16 Milliarden US-Dollar) an die chinesischen Konzerne Huawei und ZTE vergeben. Das berichtete das chinesische IT-Onlinemagazin c114.com(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Angaben von China Mobile. Die europäischen Ausrüster Ericsson und Nokia gehen damit diesmal leer aus, oder sie haben kein Gebot abgegeben.

Bei dem Auftrag geht es um 4G/5G Common Core Network. Ein gemeinsamer 4G/5G-Kern muss nicht heißen, dass es sich 5G NSA (Non Stand Alone) handelt. Es ist möglich, dass es um NSA 4G Native und 5G SA (Stand Alone) geht. Huawei bietet mit SingleEPC ein Kernnetz für alle Mobilfunktechnologien (2G, 3G, 4G). 3G spielt in China jedoch schon lange keine Rolle mehr.

China Mobile hat rund 1,2 Millionen Standorte, wodurch sich der relativ hohe Preis für den Core erklärt. Beim 5G-Kernnetzwerk ist Software und Hardware komplett entkoppelt. Mit 5G werden Kernnetze virtuell, also Software-basiert, umgesetzt. Zum Mobilfunk-Kernnetz gehören Core und Backbone. Das gegenwärtig genutzte 5G (Non-Standalone) nutzt noch den LTE-Kern. 5G NSA nutzt LTE für das Einbuchen in das Netz und für Session Control. Für die User Plane (Up and Down) wird 5G New Radio eingesetzt. 5G im Standalone-Betrieb (SA) bietet mit einem eigenen 5G-Core Network Slicing, URLLC (Ultra Reliable and Low Latency Communications) mit geringer Latenz und eine erweiterte Sicherheitsarchitektur.

Beide ausländischen Konzerne haben jedoch kürzlich Verträge in China gewonnen, wobei China Mobile den Ausrüstern Nokia Shanghai Bell und Ericsson im Juli dieses Jahres einen Anteil von 10,1 Prozent beziehungsweise 9,7 Prozent an 5G-Funkausrüstung zuerkannt hat. Im folgenden Monat sicherte sich Ericsson einen Anteil von 3 Prozent an der gemeinsamen 5G-RAN-Ausschreibung von China Telecom und China Unicom. Hier war Nokia nicht dabei.


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