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China Labor Watch: Unwürdige Arbeitsbedingungen bei Apples neuen Zulieferern

Überlange Arbeitszeiten, rauer Umgangston, unsichere Gebäude: Erneut werden schwere Vorwürfe gegen Apples Auftragshersteller in China erhoben. Diese sollen systematisch gegen geltendes Arbeitsrecht verstoßen.

Artikel veröffentlicht am ,
iPads in einem Apple-Store: 80 Überstunden pro Monat
iPads in einem Apple-Store: 80 Überstunden pro Monat (Bild: Carl Court/AFP/Getty Images)

Die Bürgerrechtsorganisation China Labor Watch (CLW) hat nach eigenen Angaben schwere Missstände und unwürdige Arbeitsbedingungen in Elektronikfabriken in China aufgedeckt. Die Fabriken produzieren für Apple.

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Nachdem die desolaten Arbeitsbedingungen beim vorherigen Auftragshersteller Foxconn bekanntgeworden waren, war Apple auf andere Hersteller und Produzenten ausgewichen, unter anderem auf das taiwanische Unternehmen Pegatron. Doch bei den neuen Produzenten von iPhone und iPad sind die Arbeitsumstände nicht besser.

Bericht über Arbeitsbedingungen

Die in New York ansässige Organisation CLW erhebt schwere Vorwürfe gegen die Auftragshersteller: Die Bedingungen, unter denen dort gearbeitet werde, seien noch schlimmer als bei Foxconn. Das soll ein Bericht zeigen, den CLW in den kommenden Tagen veröffentlichen will, berichtet Der Spiegel in einer Vorabmeldung. Dem Nachrichtenmagazin liegt dieser Bericht bereits vor.

CLW wirft den Apple-Zulieferern vor, systematisch gegen das chinesische Arbeitsrecht zu verstoßen. So seien die Schichten oft länger als zwölf Stunden, so dass häufig bis zu 80 Überstunden im Monat zusammenkämen. Einige der Arbeiter müssten den ganzen Tag stehen. Sie würden zudem beschimpft und eingeschüchtert.

Schuften statt lernen

Die Fabriken beschäftigten auch Minderjährige: Über 10.000 Schüler und Studenten sind laut CLW in den Fabriken angestellt. CLW erhebt auch Anschuldigungen gegen das Erziehungssystem: Die Schulen und Lehrer sollen die Schüler an die Hersteller vermitteln und sogar einen Teil von deren Lohn einkassieren.

Auch die Minderjährigen sollen mehr als acht Stunden am Tag arbeiten - ebenso wie schwangere Frauen. Ein betrügerisches Abrechnungssystem unterschlägt laut dem Bericht die Überstunden und verschleiert so die schlechten Arbeitsbedingungen. Zwar kündigt ein Teil der jungen Arbeiter. Doch es komme vor, dass diejenigen, die schon nach wenigen Tagen kündigten, für ihre Arbeit keinen Lohn erhielten, sagt CLW. Zudem seien die Gebäude nicht sicher: Es fehle an Fluchtwegen und Erste-Hilfe-Ausrüstung.

Günstiger als Foxconn

Apple soll die Bedingungen billigend in Kauf nehmen: Das Unternehmen habe diese Fabriken ausgewählt, weil sie noch günstiger produzierten als Foxconn, erklärte ein Informant dem Spiegel. Das gehe auf Kosten der Arbeiter.

Apple habe sich zu dem Bericht bis zum Redaktionsschluss am Freitag nicht äußern wollen, berichtet der Spiegel. Pegatron hingegen erklärte, der besondere Schutz der Mitarbeiter habe "oberste Priorität".

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Evid 19. Aug 2013

Ich kann nur zustimmen - würden die Firmen da nur ein bisschen mehr drauf achten, wie es...

IT.Gnom 30. Jul 2013

Die Frage ist wieviel Microsoft immer für solche Meldungen zahlt. Und Sam Sang und wie...

Sander Cohen 30. Jul 2013

Quatsch! Man weiß sehr genau was man bekommt & das man es bekommt! Also dafür das man...

Sander Cohen 30. Jul 2013

Bringt nichts, da sie sich nichts zu schulden kommen lassen! Es sind ja eben nicht deren...

DrWatson 29. Jul 2013

Nicht ganz: Apple: 0,93 ASUS: 1,85 Google: 0,60 Samsung: 1,19


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