China Labor Watch: Neue Vorwürfe zu Arbeit von Minderjährigen bei Samsung

Ein neuer Bericht von China Labor Watch behauptet, dass Schulen in China unter 16-jährige Schüler zwingen, in Fabriken von Samsung Electronics zu arbeiten.

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Titelbild des Reports von China Labor Watch zu HEG Electronics
Titelbild des Reports von China Labor Watch zu HEG Electronics (Bild: China Labor Watch)

Die US-Nichtregierungsorganisation China Labor Watch hat erneut Vorwürfe zu Arbeit von Minderjährigen bei Samsung Electronics erhoben. Diesmal geht es nicht um einen Auftragshersteller, sondern um Samsungs eigene Fabriken. Laut einem noch nicht veröffentlichten Bericht von China Labor Watch, der dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorliegt, seien in drei der untersuchten Fabriken teils unter 16 Jahre alte Schüler beschäftigt.

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Von den Lehrern würden die Minderjährigen zur Fabrikarbeit gezwungen, andernfalls erhalten sie keine Abschlusszeugnisse. Die Verträge würden direkt zwischen Schule und Fabrikbetreibern ausgehandelt, die Schulen bekämen eine Kickback-Zahlung, so China Labor Watch. In den sechs Samsung-Fabriken gebe es "gefährliche Arbeitsbedingungen", "ungültige Arbeitsverträge" und viel zu hohe Überstundenzahlen.

"Wir messen uns an den höchsten Standards bei den Arbeitsbedingungen", teilte Samsung dem Spiegel mit: "Wir haben Kenntnis von dem Bericht von China Labor Watch und analysieren die Situation vollständig."

Auch der chinesische Auftragshersteller HEG Electronics, zu dessen Kunden Samsung gehört, soll Minderjährige beschäftigen, wie China Labor Watch am 7. August 2012 berichtete. Betroffen seien Menschen unter 16, darunter auch ein Mädchen ohne Ausweis, das erklärte, 14 zu sein. Das Unternehmen sei hauptsächlich für Samsung tätig, für den südkoreanischen Konzern würden Mobiltelefone montiert.

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In der Zeit von Juni bis Juli 2012 hatte China Labor Watch als Arbeiter getarnte Ermittler in die zwei Fabriken von HEG Electronics in Huizhou in der südchinesischen Provinz Guangdong geschickt. China Labor Watch schätzte, dass von den über 2.000 Arbeitern von HEG Electronics 50 bis 100 minderjährig sind. Sie verrichteten die gleiche Arbeit wie ihre erwachsenen Kollegen, erhielten aber nur 70 Prozent des Lohns.

Laut China Labor Watch kannte das Unternehmen das Alter der Jugendlichen. Die Lehrer an der Hunan Yuandong Vocational and Technical School würden HEG Electronics gegen Zahlungen Minderjährige vermitteln, wobei auch mit falschen Ausweisen gearbeitet werde, so China Labor Watch.

Überstunden sind bei HEG Electronics Pflicht. In den beiden Fabriken arbeiten die Beschäftigten laut China Labor Watch meist elf Stunden am Tag, an 26 bis 28 Tagen im Monat. Arbeiter würden bei Fehlern von Vorarbeitern angeschrien und geschlagen, so der Bericht.

Vorwürfe um den Schmähpreis Public Eye 2012

Samsung gehörte zu den Konzernen, die für den Schmähpreis Public Eye 2012 nominiert wurden. Die Vorwürfe der Aktivisten gegen Samsung lauteten auf Einsatz teils verbotener, hochgiftiger Stoffe in der Produktion, ohne die Arbeiter zu informieren oder zu schützen. "Mindestens 140 Arbeiter sind deshalb an Krebs erkrankt, mindestens 50 junge Arbeiter daran gestorben. Samsung streitet trotz klarer Beweislage seine Verantwortung ab und diskreditiert die Erkrankten und Verstorbenen samt ihrer Angehörigen öffentlich", behaupteten die Initiative Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz. Der Konzern habe in seiner 50-jährigen Geschichte Umweltverschmutzung, Gewerkschaftsunterdrückung, Bestechung und Steuerflucht betrieben.

Kim Soo-Geun, Leiter des Samsung Health Research Institute, hatte jeglichen Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen in Samsungs Fabriken und Krebserkrankungen bei den Arbeitern bestritten. Blutkrebs erregende Stoffe wie Benzole würden bei der Produktion nicht verwendet.

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Ben Dover 04. Sep 2012

Klar haben sich durch Technologie einige Sachen verbessert. Aber die Menschen sind vom...

x2k 04. Sep 2012

Dann spiel du mal den welt retter.... Aber darüber jammern bringt einfach nichts. Und...

Ben Dover 04. Sep 2012

In Deutschland gibt genauso Hunger Löhne bei vielen Zeitarbeitsfirmen mit 6¤ brutto die...

ongaponga 03. Sep 2012

waffenexport verbieten?



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