China: Internetanschluss oder Telefonnummer nur gegen Gesichtsscan

In China soll es ab Dezember Telefonnummern oder Internet-Anschlüsse nur noch mit Identitätsfeststellung per Gesichtserkennung geben. Eine entsprechende Regelung wurde kürzlich erlassen und soll auch für bereits registrierte Anschlüsse gelten.

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Ohne Gesichtserkennung geht in China immer weniger.
Ohne Gesichtserkennung geht in China immer weniger. (Bild: Teguhjati Pras/Pixabay)

Wer in China einen neuen Internetanschluss oder eine neue Telefonnummer haben möchte, muss ab dem 1. Dezember 2019 sein Gesicht scannen lassen. Eine entsprechende Regelung wurde vom chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie erlassen, wie die Onlinemagazine Gizmodo und Quartz zuerst berichteten.

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Um einen Internetanschluss oder eine Telefonnummer zu bekommen, müssen Menschen in China künftig ihren Ausweis vorlegen und mittels Gesichtserkennung ihre Identität bestätigen. Damit soll sichergestellt werden, dass Nutzer nur noch unter ihrem echten Namen Anschlüsse registrieren können. Auch bereits angemeldete Anschlüsse sollen von den Telefon- und Internetanbietern überprüft werden. Wurden falsche Angaben gemacht, sollen die Verträge beendet werden. Eine Weitergabe von Telefonnummern verbietet die Regelung ebenfalls. Damit weitet sich die Überwachung und Kontrolle in China noch weiter aus.

In China ist die Gesichtserkennung zur Identifizierung von Personen weit verbreitet. Wenn sich das Gesicht einer Person verändert, kann dies jedoch zu massiven Problemen führen. Nach einer Schönheitsoperation wurde eine Chinesin nicht mehr per Gesichtserkennung auf ihrer Arbeit angemeldet. Auch das Einchecken in Hotels und das Betreten von Schnellzügen klappte nicht mehr. Selbst Online-Shopping wurde kompliziert, denn die Zahlungsapp konnte sie nicht mehr mit ihrem Gesicht identifizieren.

Damit dürfte sie bei weitem nicht alleine sein. Eine Untersuchung des Echtzeit-Gesichtserkennungssystems in London von Anfang Juli zeigte, wie problembehaftet Gesichtserkennungsysteme sein können: In mehr als 80 Prozent der Fälle lag das System falsch. Auch der Test eines Gesichtserkennungssystems an mautpflichtigen New Yorker Brücken und Tunneln scheiterte.

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Zudem lassen sich die Systeme austricksen. Dem Sicherheitsforscher Jan Krissler alias Starbug gelang es bereits mehrfach, biometrische Identifizierungsverfahren zu umgehen. Nach dem Hack der Venenerkennung im vergangenen Jahr gibt es laut Starbug kaum noch biometrische Systeme, die nicht bereits umgangen wurden. Auf dem 31C3 2014 hatte er Angriffe auf Gesichts- und Iriserkennungssysteme präsentiert, im Jahr davor konnte er binnen weniger Tage Apples Fingerabdrucksystem Touch ID des iPhone 5S überwinden. Die Bundesregierung plant jedoch einen Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen sowie den Einsatz von Gesichtserkennung und intelligenter Videoüberwachung.

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Megusta 15. Okt 2019

Solche Witze sind einfach Humorlos, was kommt als nächstes? Frauen sind gleichberechtigt?

DerHügel 15. Okt 2019

Dazu muss man sich eigentlich nur das Wahlverhalten der ältesten Bevölkerungsgruppen...

chefin 14. Okt 2019

Adresse und Bankkonto reicht um an dein Passbild zu kommen. Die BAnk hat eine Kopie...

ashahaghdsa 14. Okt 2019

Das gilt erst seit Juli 2017. Wann hast du die denn gekauft? *edit* Postpaid... ignorier...



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