China: Google will wegen Handelskrieg Seekabel nach Singapur bauen

Der Handelskrieg zwischen den USA und China demontiert das Seekabel Pacific Light Cable Network. Nun schlägt Google statt Hongkong eine Landung in Singapur vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Im Juni 2017 wird am Strand von Arrietara in der Nähe des baskischen Dorfes Sopelana in Spanien ein Seekabel an einem Seil befestigt.
Im Juni 2017 wird am Strand von Arrietara in der Nähe des baskischen Dorfes Sopelana in Spanien ein Seekabel an einem Seil befestigt. (Bild: Ander Gillenea/AFP via Getty Images)

Google will für das Seekabel Pacific Light Cable Network (PLCN) eine andere Route nehmen, weil die US-Regierung die Anbindung an Hongkong blockiert. Wie die britische Financial Times unter Berufung auf Thomas Kurian, Chef bei Google Cloud, berichtet, sei Singapur eine Option.

Stellenmarkt
  1. IT System Administrator (m/w/d) Netzwerk
    Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen
  2. Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Projekt "Gewerbegebiets-Check"
    Hochschule Emden-Leer Personalabteilung, Emden
Detailsuche

"Wir suchen nach Alternativen. Sie haben immer alternative Pläne oder prüfen Alternativen", sagte Kurian. "Wenn wir uns einen primären Standort ansehen, ist es immer ratsam, einen sekundären im Auge zu behalten", fügte er hinzu.

"Wir sehen eine sehr starke Nachfrage aus Singapur als Internet-Hub und infolgedessen viel Datenverkehr durch Singapur", sagte Kurian. Die Nachfrage nach Cloud-Diensten von Google steige in Südostasien auch erheblich an, wegen schnell wachsender Startups und der Digitalisierung von Unternehmen wie Regionalbanken und Konglomeraten, erklärte Kurian.

Tao Wu, Senior Research Analystin bei Gartner, sagte der Financial Times: "Singapur ist hier in Bezug auf Standort und Bevölkerung viel wichtiger geworden als Hongkong. Andere Top-Anbieter wie Alibaba Cloud konzentrieren sich viel mehr auf Südostasien, um global zu werden, als auf die weitere Expansion in Hongkong."

US-Regierung blockiert Seekabel zwischen China und USA

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Google und Facebook müssen laut einem früheren Bericht bereits einen Teil des Seekabels Pacific Light Cable Network zwischen Los Angeles und Hongkong abschreiben. Die beiden Unternehmen haben im Februar 2020 in einem Antrag) an die Federal Communications Commission um Erlaubnis gebeten, das PLCN nur zwischen den USA, den Philippinen und Taiwan zu aktivieren.

Damit bliebe der Teil des Seekabels von Deep Water Bay in Hongkong in die Philippinen unbeleuchtet. Vier der sechs Glasfaserpaare, die einem chinesischen Konzern gehören, sollen ebenfalls dunkel bleiben.

Die US-Regierung erklärte im August 2019, man werde das Seekabel, an dem Google, Facebook und die chinesische Dr. Peng Telecom & Media Group mit Sitz in Peking beteiligt sind, mit einer nationalen Sicherheitsüberprüfung blockieren.

Seekabel Pacific Light Cable Network: Wer die chinesischen Eigner sind

Vier der sechs Glasfaserpaare im Kabel gehören dem Unternehmen Pacific Light Data Communication (PLDC). Als das Projekt geplant wurde, wurde PLDC von Wei Junkang kontrolliert, einem Geschäftsmann aus Hongkong. Im Dezember 2017 verkaufte Wei den größten Teil seiner PLDC-Anteile an die Dr. Peng Telecom & Media Group, einen privaten Breitbandanbieter mit Sitz in Peking, was in den USA Sicherheitsbedenken auslöste.

Google und Facebook hatten am 29. Januar 2020 bei einem Treffen mit Vertretern der Telekommunikationsbehörde FCC vorgeschlagen, nur ihre zwei Adern des Seekabels zu betreiben.

Das PLCN sollte laut einem Bericht im Oktober 2016 eine Kapazität von rund 120 TBit/s haben "und damit die höchste Kapazität auf der Transpazifik-Route", erklärte Brian Quigley, Director Google Networking Infrastructure. "Wir erwarten, dass PLCN im Jahr 2018 betriebsbereit sein wird", erklärte er damals.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
e.Go Life getestet
Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen

Der e.Go Life aus Aachen sollte Elektromobilität erschwinglich machen. Doch nach 1.500 ausgelieferten Exemplaren ist nun Schluss. Was nachvollziehbar ist.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

e.Go Life getestet: Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen
Artikel
  1. Unbound: Neues Need for Speed verbindet Gaspedal mit Graffiti
    Unbound
    Neues Need for Speed verbindet Gaspedal mit Graffiti

    Veröffentlichung im Dezember 2022 nur für PC und die neuen Konsolen: Electronic Arts hat ein sehr buntes Need for Speed vorgestellt.

  2. Google: Pixel 7 und 7 Pro kosten so viel wie die Vorgänger
    Google
    Pixel 7 und 7 Pro kosten so viel wie die Vorgänger

    Googles Pixel-7-Smartphones kommen mit neuem Tensor-Chip, ansonsten ist die Hardware vertraut. Neuigkeiten gibt es bei der Software.

  3. Lochstreifenleser selbst gebaut: Lochstreifen für das 21. Jahrhundert
    Lochstreifenleser selbst gebaut
    Lochstreifen für das 21. Jahrhundert

    Früher wurden Daten auf Lochstreifen gespeichert - lesen kann man sie heute nicht mehr so leicht. Es sei denn, man verwendet Jürgen Müllers Lesegerät auf Arduino-Basis.
    Von Tobias Költzsch

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, RTX 3070 539€) • Alternate (Team Group DDR4/DDR5-RAM u. SSD) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /