Abo
  • Services:

China: Festnahmen und Sperrungen nach Putschgerüchten

In China sind mehrere Nutzer festgenommen worden, weil sie Gerüchte über einen Putsch im Internet gestreut haben. Außerdem haben die chinesischen Behörden mehrere Websites gesperrt, über die die Falschmeldung verbreitet wurden.

Artikel veröffentlicht am ,
Gerüchte um Militär in der Hauptstadt: chinesische Soldaten beim Exerzieren (März 2012)
Gerüchte um Militär in der Hauptstadt: chinesische Soldaten beim Exerzieren (März 2012) (Bild: Mark Ralston/AFP/Getty Images)

Die Behörden in der chinesischen Hauptstadt Peking haben sechs Internetnutzer festgenommen sowie eine Reihe von Websites teilweise oder ganz gesperrt. Die sechs hätten Gerüchte über einen Staatsstreich in die Welt gesetzt und über das Internet verbreitet, berichtet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Militär in der Hauptstadt

Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach

Die sechs Nutzer hätten per Kurzmitteilungen über das Netz verbreitet, dass in Peking etwas passiere und Militärfahrzeuge in die Stadt führen. Diese Gerüchte seien von gesetzlosen Menschen erfunden worden und hätten einen sehr schlechten Einfluss auf die Öffentlichkeit gehabt, erklärten die Behörden.

Nach der Festnahme wurden 16 Websites gesperrt, weil sie zugelassen hätten, dass die Gerüchte verbreitet werden konnten. Damit hätten sie gegen geltendes Recht verstoßen, erklärte ein Sprecher des State Internet Information Office. Die 2011 gegründete Behörde ist für die Internetregulierung zuständig.

Keine Kommentare

Die beiden chinesischen Dienste Weibo und QQ sind teilzensiert: Ihre Kommentarfunktion ist zeitweise gesperrt. Die Maßnahme gilt bis zum 3. April. Die Dienste Weibo und QQ, die von den Internetunternehmen Sina und Tencent betrieben werden, sind das Pendant zum Microbloggingdienst Twitter, der in China verboten ist.

Die Behörden in Peking haben kürzlich eine Registrierungspflicht für Weibo erlassen. Grund waren Gerüchte, die darüber gestreut wurden. So war beispielsweise kürzlich die Falschmeldung verbreitet worden, der neue nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un sei bei einem Besuch in Peking ermordet worden.

Unruhe in der Parteispitze

Die chinesischen Behörden reagieren derzeit empfindlich auf solche Nachrichten: Mitte März war Bo Xilai, der Parteichef aus Chongqing im Südwesten des Landes, überraschend entlassen worden. Bo galt als aufstrebender Politiker. Die Entlassung steht in Zusammenhang mit einem Wechsel an der Spitze der Partei, der voraussichtlich im Herbst vollzogen wird.

Nach Bos Rauswurf gab es Gerüchte über einen Putschversuch. Sämtliche Diskussionen im Internet über die Affäre wurden zensiert.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 45,99€ (Release 19.10.)
  3. (-82%) 8,88€
  4. 31,99€

cyzz 03. Apr 2012

....nennt sich "Schutzhaft". © NSDAP http://de.wikipedia.org/wiki/Polizeigewahrsam

Workoft 03. Apr 2012

Da ich gerade in China bin, kann ich mal einen qualifizierten Beitrag leisten. Die...

h1j4ck3r 02. Apr 2012

Das war bestimmt ein Versuch die Leute zum Handeln zu bewegen. a la "Wenn da schon viel...


Folgen Sie uns
       


Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live

Ein Squad voller Golems philosophiert über Raytracing, PC-Konfigurationen und alles, was noch nicht so funktioniert, im Livestream zur Battlefield 5 Open Beta.

Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live Video aufrufen
Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
  3. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    •  /