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China: Chang'e-7 ebnet den Weg zum Mond-Südpol

Im August 2026 startet Chinas ambitionierteste Mond-Mission. Mit einer achtjährigen Laufzeit soll Chang'e-7 die Basis für eine dauerhafte Station legen.
/ Patrick Klapetz
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Eine Illustration der Mondmission Chang'e-7 (Bild: CNSA, CLEP)
Eine Illustration der Mondmission Chang'e-7 Bild: CNSA, CLEP
Inhalt
  1. China: Chang'e-7 ebnet den Weg zum Mond-Südpol
  2. Hightech am Rand des Shackleton-Kraters

Chinas robotische Mondmission Chang'e-7 hat die heiße Phase erreicht: Am 9. April 2026 ist das Raumfahrzeug am Kosmodrom Wenchang auf der Insel Hainan eingetroffen(öffnet im neuen Fenster). In den kommenden Wochen folgen Montage und finale Systemtests, bevor die Mission in der zweiten Jahreshälfte 2026 zum Südpol des Mondes aufbricht.

In den ewig dunklen Kratern der Polarregion vermuten Wissenschaftler sehr große Mengen an Wassereis. Da Sonnenlicht die tiefen Kraterböden nie erreicht, herrschen dort Temperaturen von bis zu -248 °C.

Strategische Vorbereitung der ILRS-Basis

Für die astronautische Raumfahrt ist dieses Wasser das neue Gold. Denn es dient nicht nur zur Versorgung der Crews, sondern auch zur Gewinnung von Sauerstoff und Raketentreibstoff. Eine chinesische Studie vom Februar 2026 betont, dass der Shackleton-Krater ideale Bedingungen zur Konservierung dieser flüchtigen Ressourcen bietet.

Chang'e-7 soll daher eine fundierte Grundlage für die geplante Internationale Mondforschungsstation (ILRS) schaffen. China agiert hier als Hauptakteur eines Projekts, dessen erste Ausbauphase für den Zeitraum zwischen 2030 und 2035 angesetzt ist.

Der Missionsaufbau besteht aus vier Raumfahrzeugen(öffnet im neuen Fenster): einem Orbiter, einer Landefähre, einem kleinen Rover und einer fliegenden Mini-Sonde, dem sogenannten Hopper. Diese Komponenten werden gemeinsam an Bord einer Langer-Marsch-5-Trägerrakete die Reise zum Mond antreten.

Während der Orbiter acht Jahre lang in der Umlaufbahn verbleibt, um Ressourcen zu kartieren, fungiert er auch als unverzichtbares Kommunikationsrelais. Denn da der Südpol oft im Funkschatten liegt, ist eine Live-Überwachung des Landeanflugs nur über einen Satelliten möglich.


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