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Hightech am Rand des Shackleton-Kraters

Die Landung ist auf einem dauerhaft beleuchteten Gipfel am Rand des Shackleton-Kraters geplant. Sollte dieser Platz bei der Ankunft ungeeignet erscheinen, dienen die Krater Shoemaker oder Haworth als Ausweichziele. Die Landefähre muss extremen Bedingungen standhalten, um auch 2028 noch funktionsfähig zu sein, wenn die Nachfolgemission Chang'e-8 eintrifft. Ein verbautes Seismometer wird währenddessen die innere Struktur des Mondes durch die Analyse von Mondbeben erforschen.

Während das Gesamtsystem LSEDS (Lunar Surface Environment Detection System) Strahlung und Magnetfelder misst, stammt ein spezialisierter Staubdetektor aus Russland(öffnet im neuen Fenster). Er untersucht das Verhalten des scharfkantigen Mondstaubs.

Die Landefähre dient zudem als Mutterschiff und Ladestation für die mobilen Einheiten. Der Rover übernimmt die horizontale Erkundung und erkundet den Boden mittels Radarwellen in einer Tiefe von mehreren hundert Metern, um unterirdische Eislinsen oder Hohlräume aufzuspüren.

Spezialeinsatz in der ewigen Dunkelheit

Ein Raman-Spektrometer analysiert zudem flüchtige Stoffe, sogenannte Volatile, wie Methan oder Wasser. Da die Sonne am Südpol extrem tief steht und kilometerlange Schatten wirft, dokumentiert eine Panoramakamera die Lichtverhältnisse akribisch, um die Solarenergie-Versorgung sicherzustellen.

Während der Rover für etwa 90 Tage über flaches Gelände rollt, kann die Mini-Flugsonde über Kraterränder springen, um im schattigen Inneren des Kraters direkt Proben des ultrakalten Regoliths zu nehmen. Ein spezieller Analysator prüft diese auf Wasser, Methan und Ammoniak.

Um Verfälschungen durch eigene Triebwerksabgase zu vermeiden, kann sich die Flugsonde auf kleinen Beinen von der Landestelle wegbewegen. Nach getaner Arbeit im Schatten kehrt der Hopper zur Landefähre zurück, um seine Batterien aufzuladen.

Chang'e-7 soll nun also das Wissen liefern, damit Chang'e-8 im Jahr 2028 erste Bauteile mittels 3D-Druck aus Mondstaub fertigen kann – der erste Schritt zur dauerhaften Präsenz der Menschheit auf dem Mond.


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