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China: Bürger müssen für Mobilfunkverträge ihre Gesichter scannen

Neben einem gültigen Ausweis und Foto werden Chinesen künftig ihr komplettes Gesicht scannen müssen, um sich für einen Mobilfunkvertrag anzumelden. Das diene laut der Regierung dem Schutz vor Kriminalität im Netz. Einige sehen das aber als weiteren Schritt zur Generalüberwachung.

Artikel veröffentlicht am ,
Chinesische Bürger werden gescannt.
Chinesische Bürger werden gescannt. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Seit kurzem verlangt die Regierung der Volksrepublik China von ihren Bürgern Gesichtsscans, sobald diese sich für neue Mobilfunkverträge anmelden. Damit wolle das Land "die legitimen Rechte und Interessen von Bürgern in der Netzwelt schützen", berichtet der britische Nachrichtensender BBC. Bisher seien ein gültiger Pass und ein Foto der eigenen Person für Mobilfunkverträge notwendig gewesen. Auch Gesichtsscans für Festnetzanschlüsse sind bereits notwendig, die Ankündigung für die Neuerungen kam bereits im Herbst.

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Die Gesichtsscans sollen das Bild auf dem Ausweis bestätigen, heißt es. Dabei sei dies ein weiterer Schritt Chinas, um die Anonymität chinesischer Bürger im Internet aufzulösen. Damit sollen unter anderem Internetbetrug oder andere kriminelle Aktivitäten im Netz unterbunden werden. Der Forscher Jeffrey Ding sagte dem BBC aber auch: "Das ist mit einer sehr zentralisierten Anstrengung verbunden, jeden zu überwachen, zumindest ist das die Ambition dahinter".

Kritik in sozialen Medien

Nicht alle Bürger stimmen in sozialen Netzwerken mit dieser Entscheidung überein: "Das wird ohne die Zustimmung der Öffentlichkeit implementiert", sagt ein Nutzer. Andere befürchten, dass so vertrauliche Daten schnell in die falschen Hände geraten - wobei diese künftig neben Namen und Adressen der Betroffenen auch deren Gesichtsinformationen erhalten können. Datendiebstähle seien dabei keine Seltenheit.

Ein so detaillierter Datensatz könnte es beispielsweise auch ermöglichen, gestohlene Telefone und Computer mit dem Gesicht zu entsperren. Oder Nutzer könnten sich digital als andere Personen ausgeben und damit eigentlich unschuldige Bürger beeinträchtigen.

Gesichtserkennung ist in China mittlerweile sehr verbreitet. So überwachen Casinos ihre Besucher, um Spieler mit hohem Verliererpotenzial zu finden. In Schulen überwachen Kameras das Verhalten der Schüler im Unterricht und können diese anhand der Daten bewerten, belohnen oder bestrafen. Laut BBC habe das Land bisher 170 Millionen Kameras im Einsatz - mit Plänen für 400 Millionen weitere im Jahr 2020.

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MickeyKay 03. Dez 2019

Nein, tut es nicht. Diese Angst-Argumente höre ich seit meiner Kindheit. Aber bisher ist...

/mecki78 03. Dez 2019

Je mehr Daten die Chinesen über alle ihre Bürger und Unternehmen sammeln, desto besser...

Megusta 03. Dez 2019

Weil momentan keiner persönlich davon betroffen ist. Zu Nazi Zeiten hat man auch einfach...

WalterWhite 03. Dez 2019

Was ist an unserem Regime anderes? Kann ich euch sagen, wir werden augenscheinlich...

Gl3b 03. Dez 2019

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