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China: Apple entfernt Hongkonger Protest-App aus App Store

Mit Hilfe der App Hkmap.live konnten Protestler in Hongkong die Standorte von Polizeieinheiten einsehen und ihnen aus dem Weg gehen. Apple hat die Anwendung nun aus dem App Store entfernt - nach Kritik der chinesischen Führung.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Demonstranten in Hongkong
Demonstranten in Hongkong (Bild: ANTHONY WALLACE/AFP via Getty Images)

Nach scharfer Kritik aus China hat Apple eine App aus seinem Angebot entfernt, die Demonstranten in Hongkong bei ihren Protesten die Standorte der Polizeieinheiten anzeigte. Die Macher von Hkmap.live teilten am 10. Oktober 2019 auf Twitter mit, dass Apple das Programm aus dem App Store gelöscht hat.

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Apple bestätigte, dass die App aus dem Store entfernt wurde. Man habe feststellen müssen, dass die Anwendung auch missbraucht werden und ein Sicherheitsproblem für die Öffentlichkeit darstellen könne. "Die App zeigt Polizeistandorte an; wir haben zusammen mit dem Hong Kong Cybersecurity and Technology Crime Bureau festgestellt, dass die Anwendung verwendet wurde, um die Polizei anzugreifen und in einen Hinterhalt zu locken." Außerdem hätten Kriminelle die App verwendet, sich für Straftaten die Gegenden auszusuchen, in denen keine Polizei präsent sei. "Diese App verstößt gegen unsere Richtlinien und lokale Gesetze, und wir haben sie aus dem App Store entfernt."

Dieser Darstellung widersprechen die Macher der Anwendung. Es gebe keine Beweise, die die Vorwürfe stützen würden. Im Gegenteil hätte die Mehrzahl der Nutzer im App Store der App eine Verbesserung der öffentlichen Sicherheit attestiert. "Hkmap wird von Passanten, Demonstranten, Journalisten, Touristen und sogar Regierungsanhängern verwendet. Für die Menschen außerhalb von Hongkong mag Tränengas in der Nachbarschaft, in ihrem Bahnhof oder ihrem Einkaufszentrum schwer vorstellbar sein, aber ungefähr 5.000 Kartuschen sind seit Juni abgefeuert worden", schreiben die Entwickler.

"Wir glaubten einmal, dass die Ablehnung der App einfach eine bürokratische Angelegenheit ist, aber jetzt ist es eindeutig eine politische Entscheidung, Freiheit und Menschenrechte in Hongkong zu unterdrücken", so die Entwickler. Es sei enttäuschend zu sehen, wie US-Firmen wie Apple gegen die Freiheit vorgingen.

China wirft Apple Unterstützung der Demonstranten vor

Zuvor hatte China dem iPhone-Konzern vorgeworfen, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen. Die App mache es Demonstranten leichter, sich an gewalttätigen Aktionen zu beteiligen, kritisierte am Mittwoch das Parteiorgan "Volkszeitung". "Apples Zustimmung zu der App hilft natürlich den Randalierern. Was ist die tatsächliche Absicht?", schreibt das Blatt.

Apple hat sich in der Vergangenheit mehrfach dem Druck Pekings gebeugt. So löschte es vor zwei Jahren zahlreiche sogenannte VPN-Programme aus seinem chinesischen App Store, mit denen die strengen Internetsperren des Landes umgangen werden konnten. Davor hatte Apple auf Wunsch Pekings die Nachrichten-App der New York Times aus seinem Angebot in China gelöscht. Für den US-Konzern ist die Volksrepublik nach den USA der wichtigste Markt.

Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber - anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik - mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten. Seit fünf Monaten demonstrieren sie gegen ihre Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Führung in Peking.

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mnementh 11. Okt 2019 / Themenstart

Die Gewinne der Firmen sind mir egal. Wie ich am Ende in dem Satz sage den Du nicht...

quineloe 11. Okt 2019 / Themenstart

Man soll nicht glauben, dass es tatsächlich aufgrund gewöhnlicher, durchdachter...

Hotohori 11. Okt 2019 / Themenstart

Freiheit hat eben seinen Preis.

ChMu 11. Okt 2019 / Themenstart

Im vorliegenden Fall wird doch gar nichts installiert? Weder bei Android noch bei iOS...

Balion 10. Okt 2019 / Themenstart

Danke schön für die Antwort.

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