Chilisoße: Tencent offenbar von Game-Key-Betrügern reingelegt

Einen hohen Schaden sollen Betrüger bei Tencent verursacht haben - mit einem vorgetäuschten E-Sport-Deal rund um Chilisoße.

Artikel veröffentlicht am ,
Chilisoße von Lao Gan Ma
Chilisoße von Lao Gan Ma (Bild: https://www.laoganmausa.com/)

Das chinesische Unternehmen Tencent ist dank Beteiligungen an Entwicklerstudios wie Epic Games und Riot Games einer der wichtigsten Global Player in der Spielebranche - und auf Betrüger hereingefallen, die es auf Spielecodes zum Weiterverkauf abgesehen hatten. Das berichtet das Magazin The E-Sports Observer, andere Quellen bestätigen die Geschichte.

Stellenmarkt
  1. First und Second Level Support IT - Bereich Service (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
  2. Consultant Virtualisierung (m/w/d)
    ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
Detailsuche

Die Betrüger sollen sich im April 2019 als Mitarbeiter der chinesischen Soßenfirma Lao Gan Ma ausgegeben und mit Tencent einen Vertrag ausgehandelt haben. Darin ging es um Werbung für eine (auch hierzulande erhältliche) Chilisoße von Lao Gan Ma, und zwar in einem Rennspiel namens QQ Speed S.

Das ist zwar im Westen so gut wie unbekannt - aber in Asien relativ beliebt, Tencent veranstaltet regelmäßig E-Sports-Turniere mit dem Titel.

Tencent soll das Logo von Lao Gan Ma in den offiziellen Videoübertragungen eingeblendet und allerlei Werbematerialien hergestellt haben, auf denen neben dem Logo des Rennspiels auch das von Lao Gan Ma aufgedruckt ist. Vor allem aber hat Tencent die vermeintlichen Vertragspartner großzügig mit Codes für QQ Speed S versorgt.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.01.2023, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Darauf sollen es die Betrüger eigentlich abgesehen haben: Solche Keys lassen sich über Reseller relativ unkompliziert zu Geld machen. Aufgeflogen ist die Sache laut E-Sports Observer erst Ende Juni 2020, als Tencent das Geld für all die Aktivitäten haben wollte. Umgerechnet soll die Rechnung rund 2,3 Millionen US-Dollar betragen.

Das Management von Lao Gan Ma soll von der Sache nichts gewusst haben, entsprechend wurde die Zahlung verweigert. Wenig später soll Tencent deshalb vor einem Gericht in Shenzhen eine Klage gegen den Soßenhersteller eingereicht haben.

Inzwischen sollen drei Betrüger festgenommen worden sein. In China hat der Fall offenbar viel Aufmerksamkeit gefunden. Tencent soll sich in einem auf dem Videoportal Bilibili veröffentlichten Video sogar selbstironisch auf den Arm genommen haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Steven Coolmay 10. Jul 2020

Ok, also ist es die Angst ein paar Spieler zu verärgern. Danke für die Antworten. Also...

isaccdr 09. Jul 2020

Schließ mal nicht von dir auf Andere :) ... du bist nicht der einzige Kommentator hier...

Til23 08. Jul 2020

Laut einem Post von der Firma haben sie 2019 $710M Umsatz gehabt mit einem Zuwachs von...

ganten 08. Jul 2020

Naja, wenn die Anzahlung eine Million ist, und die Spielecodes für 2millionen bekommen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Japan und die Digitalisierung
Immer noch zu analog

Japan ist bekannt für Hightech und Roboter. Bei der Digitalisierung liegt man aber hinter anderen Industriestaaten, viele Arbeitsprozesse sind bis heute analog.
Ein Bericht von Felix Lill

Japan und die Digitalisierung: Immer noch zu analog
Artikel
  1. Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
    Amazon Shopper Panel
    Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

    Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

  2. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

  3. Konflikt mit den USA: Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft
    Konflikt mit den USA
    Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft

    Eigentlich wollte Edward Snowden parallel die US-amerikanische Staatsbürgerschaft behalten - das wurde ihm unmöglich gemacht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /