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Chiffriermaschine: Taucher bergen sechs Enigmas aus dem Zweiten Weltkrieg

Hundertausende Enigmas verschlüsselten die Kommunikation auf deutscher Seite. Die Funde sollen Aufschluss über die Endphase des Krieges geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Enigma-Maschine nutzte Walzen und einen geheimen Schlüssel für das Chiffrieren.
Die Enigma-Maschine nutzte Walzen und einen geheimen Schlüssel für das Chiffrieren. (Bild: Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

Eigentlich wollte die Firma Schleitaucher bei einer Tauchmission den versunkenen Propeller eines Windrades bergen. Stattdessen fanden die Experten sechs Enigma-Maschinen auf dem Grund der Ostsee. Diese Chiffriermaschinen wurden von der deutschen Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg verwendet, um die eigene Kommunikation zu verschlüsseln. Insgesamt wurden wohl 100.000 bis 200.000 Stück gebaut. Viele von ihnen wurden im Verlauf des Krieges vernichtet - doch nicht alle, wie sich herausstellt.

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"Teilweise sind sie offensichtlich bereits vor dem Entsorgen unbrauchbar gemacht worden", teilte der Finder Christian Hüttner dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein ALSH mit. Diese Vorgehensweise war üblich, um dem damaligen Feind keine funktionierende Technik in die Hand zu geben. Derzeit ist nicht genau klar, wie die sechs Enigmas zu ihrem Fundort gelangt sind.

Gut erhaltene Enigma wird restauriert

Im November 2020 wurde bereits einmal eine Enigma-Maschine durch Zufall gefunden. Das gut erhaltene Fundstück wird zurzeit in einer Werkstatt des Museums für Archäologie auf Schloss Gottorf restauriert. Sie soll dann als ein funktionierendes Stück ausgestellt werden, was recht selten ist.

Die sechs neuen Funde könnten weitere Auskünfte über die Verwendung der Enigma und deren Hintergrundgeschichte geben. "Ein wichtiges denkmalpflegerisches Ziel für diese archäologischen Kulturdenkmale ist jedoch ihr Erhalt in situ, um auch in der Zukunft weitere Forschungen zu diesem Thema zu ermöglichen.", schreibt das ALSH.

Fakt ist: Geräte wie diese wurden durch die Arbeit der Allierten nach einiger Zeit obsolet und ihre Funktionsweise entschlüsselt. Der Algorithmus - der durch das britische Team um den Wissenschaftler Alan Turing mit der Vorarbeit des Polen Marian Rejewski geknackt wurde - gab durch eine Kombination mehrerer Walzen und einem Geheimschlüssel immer neu randomisierte Symbole aus.

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minnime 25. Jan 2021 / Themenstart

Aber, das wird meist falsch verstanden, nicht wegen Stalingrad selbst, das war gar nicht...

caldeum 23. Jan 2021 / Themenstart

Schönes Video aber sein Dialekt ist ziemlich anstrengend :/

derdiedas 22. Jan 2021 / Themenstart

Korrekt ;-)

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