Chief Operating Officer: Weiterer Haftbefehl im Wirecard-Bilanzskandal

Der langjährige Chief Operating Officer Jan Marsalek von Wirecard soll auf den Philippinen sein.

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Das Unternehmen in München
Das Unternehmen in München (Bild: Christof Stache/AFP via Getty Images)

Im Bilanzskandal des Finanzdienstleisters Wirecard besteht ein zweiter Haftbefehl. Wie das Handelsblatt berichtet, hat die Staatsanwaltschaft München auch gegen den langjährigen Chief Operating Officer Jan Marsalek einen Haftbefehl erhalten. Der Österreicher war am vergangenen Donnerstag von seinen Aufgaben freigestellt und am Montag dann fristlos entlassen worden.

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Wie der zurückgetretene und zwischenzeitlich verhaftete Vorstandchef Markus Braun steht auch Marsalek im Verdacht, die Bilanzsumme und das Umsatzvolumen von Wirecard durch vorgetäuschte Einnahmen erhöht zu haben. Im Zentrum der Ermittlungen stehen angebliche Bankguthaben auf Treuhandkonten bei zwei philippinischen Banken in Höhe von über 1,9 Milliarden Euro. Diese Guthaben bestünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht, hatte Wirecard am Montag erklärt.

Wo sich der mit Haftbefehl gesuchte Manager Marsalek derzeit befindet, ist nicht abschließend geklärt. Er hält sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in der philippinischen Hauptstadt Manila auf, verlautet aus seinem erweiterten Umfeld. Der philippinische Justizminister gab auf Nachfrage an, dass die Datenbank der Einwanderungsbehörde lediglich anzeige, dass Marsalek am 3. März in die Philippinen gereist und am 5. März wieder abgereist sei. Es gebe aber Indizien, dass Marsalek kürzlich wieder auf die Philippinen zurückgekehrt sei und sich noch immer im Land befinden könnte. Er habe dazu eine Untersuchung beauftragt.

Es heißt, Marsalek wolle auf den Philippinen Informationen besorgen, die zur Aufklärung des Falles beitragen. Auch Marsalek beabsichtigt demnach, sich dem Verfahren hierzulande zu stellen. Er sei nicht auf der Flucht und es bestehe über seinen Verteidiger Kontakt zur Staatsanwaltschaft. Weder Marsaleks Verteidiger noch die Staatsanwaltschaft wollten sich auf Nachfrage des Handelsblatts dazu äußern.

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