Chicken Run - Operation Nugget: Warum es 23 Jahre bis zum Aardman-Sequel gedauert hat

Im Jahr 2000 kam Chicken Run - Hennen rennen ins Kino und war für das Animationsstudio Aardman ein großer Erfolg. Es ging darum, dass Hühner auf einer Hühnerfarm den großen Ausbruch planen und durchführen - die Alternative wäre der Tod.
Ein durchaus grimmiges Thema für einen Kinderfilm, zugleich aber auch eine schöne Verbeugung vor dem Klassiker Gesprengte Ketten. Der Film spielte mehr als 225 Millionen Dollar weltweit ein.(öffnet im neuen Fenster) Heute startet das Sequel, Chicken Run - Operation Nugget, bei Netflix. Wieso dauerte es bis dahin 23 Jahre?
Ian Whitlock, Key Animator beim Originalfilm und beim Sequel Animation Supervisor, erklärte, dass es nicht früher möglich gewesen sei, eine Fortsetzung dieser Größe umzusetzen. Die Technologie, aber auch das nötige Budget, seien nicht da gewesen. Das habe sich erst vor kurzem ergeben.
Der erste Teil spielt praktisch nur auf einem Set - der Hühnerfarm. Bei der Fortsetzung ist das anders. Allein um die Insel zu gestalten, auf der die Hühner ihre neue Heimat gefunden haben, dauerte es sechs Monate. Erst dann konnte gedreht werden, mit einer immensen Zahl von Figuren, die Bild für Bild bewegt werden mussten.
Hätte man früher ein Sequel gewagt, hätte man deutlich weniger Figuren nutzen müssen, um Zeit und Ressourcen zu sparen. Das hätte die Gefahr mit sich gebracht, dass der Film kleiner als der Vorgänger ausgesehen hätte.
Ein Sequel sollte aber eigentlich größer sein und dem Publikum mehr bieten. Mit Netflix hat Aardman einen potenten Partner gefunden.
Vor Jahren wären auch die Kosten für die Animation von Chicken Run - Operation Nugget immens hoch gewesen. Mittlerweile hat sich aber auch die Animationstechnik verfeinert. Eine kleine Kontroverse gab es um den Film, weil einige Sprecher ersetzt wurden - mit der Begründung, dass sie mittlerweile zu alt klingen.



