Chevrolet: Elektroauto ist zu leise und wird zurückgerufen

Einer der großen Vorteile von Elektroautos ist, dass sie wesentlich leiser als Fahrzeuge mit Verbrennermotor sind. Allerdings müssen E-Autos in den meisten Märkten trotzdem ein Geräusch machen, wenn sie sich fortbewegen, um im Straßenverkehr wahrgenommen zu werden – vor allem Fußgänger müssen hören, wenn sich ihnen ein Fahrzeug nähert.
General Motors hat in den USA aktuell das Problem, dass der Equinox EV der Untermarke Chevrolet zu leise ist. Daher muss der Hersteller einen Rückruf veröffentlichen, der insgesamt 7.606 Fahrzeuge betrifft. Das teilte die US-amerikanische Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) in ihrem Rückruf-Portal(öffnet im neuen Fenster) mit.
Demnach soll das Fußgängerwarnsystem eine fehlerhafte Software haben, weshalb es ein zu leises Warnsignal produziert. In der Regel erzeugen Elektroautos eine Art Summen oder Surren, das deutlich hörbar ist. Es gibt auch Hersteller, die künstliche Motorengeräusche über Außenlautsprecher wiedergeben.
Zu leises Elektroauto verstößt gegen Sicherheitsstandards
Aufgrund des zu leisen Warnsignals verstößt der Equinox EV gegen Absatz 141 der Sicherheitsstandards für Fahrzeuge in den USA (Federal Motor Vehicle Safety Standard, FMVSS). Der NHTSA zufolge bekommen betroffene Besitzer Ende Januar 2025 eine Benachrichtigung per Brief.
Die betroffenen Fahrzeuge müssen zu einem Chevrolet-Händler gebracht werden, wo die Software des Fußgängerwarnsystems kostenfrei aktualisiert wird. Elektrek(öffnet im neuen Fenster) zufolge soll GM das Problem in der Produktion bereits im Oktober 2024 beseitigt haben – nicht alle Besitzer des Equinox EV dürften also von dem Rückruf betroffen sein.



