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Checkmate: 4-zu-3-Monitor mit Scart und VGA für Retro-Games

Der Checkmate- Monitor imitiert einen alten 19 Zoll großen CRT-Screen und kann durch Module um viele Anschlüsse erweitert werden.
/ Oliver Nickel
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Der Checkmate-Monitor ist so groß wie ein CRT-Monitor der Neunziger. (Bild: Kickstarter/Stephen Jones)
Der Checkmate-Monitor ist so groß wie ein CRT-Monitor der Neunziger. Bild: Kickstarter/Stephen Jones

Das Entwicklerteam um den Unternehmer Stephen Jones finanziert auf Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) einen neuen Monitor, der sich für Retro-Anwendungen und -Spiele eignen soll. Er erinnert äußerlich durch das große weiße Kastengehäuse zudem an einen alten Röhrenmonitor. Das bestätigen auch die Maße: Der Monitor kommt mit 4:3-Panel und einer für die damalige Zeit (etwa Ende der 1990er bis Anfang der 2000er Jahre) üblichen Größe von 19 Zoll.

Allerdings wird statt einer Kathodenstrahlröhre und gekrümmten Glasfläche ein modernes IPS-Display genutzt. Je nach angeschlossenen Geräten ändert sich auch die ausgegebene Auflösung entsprechend. Allerdings repliziert ein IPS-Display sicher nicht die scharfen Linien und das Flimmern eines CRT. Der Grund, dass sich das Team für LCD entschied, ist allerdings schnell gefunden. Es gibt wohl schlicht keine Zulieferer für Kathodenstrahlröhren mehr. Die Technik ist lange obsolet.

Unabhängig davon will Projektleiter Stephen Jones die Möglichkeit bieten, möglichst viele Retro-Geräte daran anzuschließen. Dafür wird ein modulares System genutzt. An der Rückseite können bis zu drei vorgefertigte Module eingesteckt werden. Die integrieren modernere Anschlüsse wie HDMI, USB und RJ45, aber auch alte Analogtechnik wie etwa VGA, Component RGB, Analog-Audio und SCART. Dabei werden unter anderem Interlaced- und Non-Interlaced-Modi für 240 und 480p und 288 und 566p bei 50 oder 60 Hz (PAL/NTSC) unterstützt. Einer der Steckpods integriert ein Raspberry Pi CM4 als zentrale Recheneinheit. Auf dem Computer ließen sich beispielsweise Emulationen für Retro-Games abspielen.

Gehäuse und Display einzeln

Die Finanzierung für den Checkmate-Monitor wird geteilt stattfinden. Aktuell kann etwa das Gehäuse samt Controller und Verkabelung bestellt werden. Dafür werden 290 Euro fällig. Später kann dann ein passendes IPS-Panel einzeln dazubestellt werden. Das wird dann noch einmal 175 Euro kosten. Zusammen mit Versandkosten von 35 Euro sollte mit 500 Euro gerechnet werden – Zoll und Mehrwertsteuer nicht mit einberechnet.

Die Auslieferung des Displays wird für den September 2023 geplant. Generell ist zudem anzumerken, dass Kickstarter-Kampagnen wie diese kein fertiges Produkt garantieren. Dieses Risikos sollten sich Investoren bewusst sein.


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