Cheating: EA will Überläufer im Multiplayer entdecken
Der Proximity Chat in Warzone 2.0 fördert sie, in Apex Legends könnte EA Absprachen unterbinden.
Es gibt Cheater, die mit einem Hack durch Wände schauen können - und es gibt weniger technische Möglichkeiten, in Onlinegames zu betrügen: durch Absprachen mit dem Feind.
Um solche Tricks zu verhindern, arbeitet Electronic Arts an einem System zur automatischen Kollaborationserkennung, dessen Patentantrag nun veröffentlicht wurde (via Gamerant).
Das System wertet - zumindest in der Theorie - nicht nur das Verhalten der Gamer in den Partien aus, sondern auch Chats und Freundeslisten. Wie zuverlässig das Ganze in der Praxis funktioniert, ist momentan nicht absehbar.
Die Kollaborationserkennung könnte in praktisch allen Onlinegames zum Einsatz kommen, besonders naheliegend sind teambasierte Actionspiele wie Battlefield 2042 oder Apex Legends.
Vor allem in Letzterem gibt es immer wieder mal Probleme mit "Teaming" - also just den Absprachen, die mit dem neuen System verhindert werden könnten.
Näherungs-Chat in Warzone 2.0
Im gerade veröffentlichten Call of Duty - Warzone 2.0 wiederum gibt es einen Proximity Chat, also die Möglichkeit, mit virtuellen Figuren in der Nähe zu reden. Das ist zwar keine speziell für Absprachen mit dem Feind gedachte Funktion, allerdings eignet sie sich schon auch für mögliche Kollaborateure - was durchaus Absicht sein dürfte, weil es für zusätzliche Spannung sorgt.
Video: Apex Legends - Trailer (Gameplay) [6:05]
Falls EA das neue System irgendwann in Games einbaut, könnten damit gezielt unerwünschte Absprachen auf Profiturnieren oder in bestimmten Modi unterbunden werden. In anderen Arten von Partien könnte man sie erlauben oder sogar durch weitere Maßnahmen gezielt fördern.