Chatsoftware: Slackbot wird zum KI-Assistenten

Slack erprobt derzeit ein Upgrade seines Slackbot mit künstlicher Intelligenz und entwickelt das bisherige Benachrichtigungs-Tool zu einem vollwertigen Assistenten weiter. Die Messaging-Plattform testet die neue Version mit ausgewählten Kunden.
Der überarbeitete Slackbot ist eine komplette Neuentwicklung. Rob Seaman, Chief Product Officer von Slack bei Salesforce, bezeichnete die aktuelle Version gegenüber The Verge(öffnet im neuen Fenster) als "ziemlich rudimentär" . Das Unternehmen habe sie zu einem "personalisierten KI-Begleiter" umgebaut.
Im Pilotprogramm erscheint Slackbot als Symbol neben der Suchleiste. Per Klick öffnet sich ein Chatfenster, in dem Nutzer ihre Anfragen eingeben können. Das System beantwortet Fragen wie "Was sind meine Prioritäten für heute?" , indem es Informationen aus Unterhaltungen, Dateien und Workspace-Daten zusammenträgt.
Die KI-Version kann Anfragen bearbeiten, für die Informationen aus mehreren Kanälen benötigt werden. Bei einer Demonstration für The Verge zeigte Slack, wie der Assistent einen Produkteinführungsplan in einem Canvas-Dokument organisierte und dabei Details aus verschiedenen Slack-Kanälen zusammenführte.
Suche in natürlicher Sprache und mit Kalenderanbindung
Nutzer, die sich nicht an bestimmte Schlagwörter erinnern, können Fragen stellen wie "Finde das Dokument, das Mitarbeiter xy in unserem letzten Meeting geteilt hat" . Das System verarbeitet diese umgangssprachlichen Anfragen und lokalisiert die gewünschten Dateien und Informationen.
Der erweiterte Slackbot verbindet sich mit Microsoft Outlook und Google Calendar für die Terminkoordination. Diese Integration ermöglicht es dem Assistenten, Meetings zu planen und die Verfügbarkeit von Kollegen zu prüfen, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen.
Firmen, die Slack nutzen, können den KI-Assistenten deaktivieren, einzelne Nutzer innerhalb eines Workspace haben diese Option jedoch nicht. Das Unternehmen leitet die KI-Operationen über die Virtual Private Cloud von Amazon Web Services.
Die Messaging-Plattform steht im Wettbewerb mit anderen Collaboration-Tools, die ebenfalls KI-Funktionen integrieren. Microsoft Teams und andere Kollaborationssoftware haben in den vergangenen Monaten ähnliche Features eingeführt.