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ChatGPT verfehlt Ziele: OpenAI-Führung stellt Ausgaben für Rechenleistung infrage

Wenn OpenAI seinen Umsatz nicht steigert, könnten Rechnungen für die Abnahme von Rechenkapazität nicht mehr bezahlt werden.
/ Mike Faust
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OpenAI-CEOSam Altman sieht fehlende Rechenleistung als größtes Wachstumshemmnis für das Unternehmen. (Bild: Reuters)
OpenAI-CEOSam Altman sieht fehlende Rechenleistung als größtes Wachstumshemmnis für das Unternehmen. Bild: Reuters

OpenAI hat seine Geschäftsziele für die Anzahl neuer Nutzer und den angestrebten Umsatz verfehlt. Wie das Wall Street Journal (WSJ) schreibt(öffnet im neuen Fenster), stellen Führungskräfte des Unternehmens nun infrage, ob die massiven Ausgaben für Rechenzentren weiterhin finanziert werden können.

Unter Berufung auf interne Quellen schreibt das WSJ, dass OpenAIs Finanzchefin Sarah Friar gegenüber anderen Führungskräften auf das Risiko hingewiesen hat, dass Rechnungen für die vertraglich festgelegte Abnahme von Rechenleistung nicht mehr getilgt werden können, wenn der Umsatz nicht schnell genug steigt.

Auch der Aufsichtsrat von OpenAI soll bereits hinterfragt haben, ob der Zukauf von noch mehr Rechenleistung durch den CEO Sam Altman trotz einer Konjunkturflaute gerechtfertigt sei. Friar und andere Führungskräfte sollen nun versuchen, die Kosten im Unternehmen zu senken und mehr Disziplin bei den Ausgaben durchzusetzen.

Führung demonstriert Geschlossenheit

Gerüchten, dass diese Maßnahmen zu einem Konflikt zwischen den Plänen von Altman und anderen Führungskräften führen, begegnet das Unternehmen laut dem WSJ mit einer Stellungnahme von Friar und Altman. "Wir sind uns absolut einig, so viel Rechenkapazität wie möglich zu erwerben, und arbeiten jeden Tag intensiv gemeinsam daran", soll es darin heißen. Andeutungen, man sei sich uneins oder würde bei der Sicherung von Rechenkapazitäten zurückhaltend agieren, wurden als "lächerlich" bezeichnet.

Sam Altman bemüht sich seit Jahren darum, OpenAI so viel Rechenkapazität wie möglich zu sichern, da ein Mangel an Rechenleistung seiner Meinung nach das größte Wachstumshemmnis für das Unternehmen darstellt. Damit ging der Abschluss einer Reihe von Verträgen einher, die OpenAI mit zukünftigen Ausgaben in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar belasten.

Gegen Ende des Jahres 2025 verlangsamte sich allerdings das Wachstum des KI-Assistenten ChatGPT und OpenAI verfehlte das interne Ziel, eine Milliarde wöchentliche ChatGPT-Nutzer zu erreichen. Stattdessen verzeichneten Konkurrenzprodukte ein großes Wachstum und erhöhten ihren Marktanteil.


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