ChatGPT und Co.: KI-Bots werden Studie zufolge kaum im Alltag verwendet
Eine jüngst veröffentlichte Studie der Universität Oxford und dem Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ) gibt interessante Einblicke in die Nutzung von KI im Alltag. Der Studie zufolge(öffnet im neuen Fenster) verwenden die meisten Befragten KI-Chatbots wie ChatGPT im Alltag kaum. Ein nicht unerheblich großer Anteil hat von den bekannten KI-Tools bisher nicht einmal gehört.
Die Studie wurde durch Yougov in sechs Ländern durchgeführt: Argentinien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Japan und den USA. Jeweils etwa 2.000 Personen wurden online befragt (zur Methodik siehe unten). In Japan gab nur 1 Prozent der Befragten an, ChatGPT im Alltag zu verwenden. In Frankreich waren es 2 Prozent, den Höchstwert weisen die USA mit 7 Prozent auf.
ChatGPT ist trotz dieser niedrigen täglichen Nutzung immer noch der am weitesten verbreitete KI-Chatbot – vor Googles Gemini und Microsofts Copilot. Zu nahezu gleichen Anteilen in den sechs Ländern erklärten die Teilnehmer, dass sie generative KI für die Informationsbeschaffung verwenden (24 Prozent). Nur 5 Prozent geben an, dass sie KI für die Nachrichtenbeschaffung verwenden.
Befragte trauen Medizin und Wissenschaft verantwortlichen Umgang mit KI zu
Im Bereich Journalismus sehen die Studienteilnehmer die Nutzung von KI eher kritisch, ebenso bei den sozialen Netzwerken und im Bereich Politik. Den dortigen Akteuren traut nur etwa ein Drittel der Befragten einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zu. Anders ist es im Bereich Medizin und Wissenschaft, wo die Hälfte an einen verantwortungsvollen Umgang glaubt.
Je nach Land haben zwischen 20 und 30 Prozent der Umfrageteilnehmer noch nie etwas von den gängigen KI-Werkzeugen gehört. Bei den jüngeren Teilnehmern der Umfrage (18 bis 24 Jahre) geben 56 Prozent an, schon einmal mindestens einmal ChatGPT benutzt zu haben. Bei den über 55-Jährigen waren es nur 16 Prozent.
Bei der Umfrage handelt es sich um eine nichtprobabilistische Stichprobe(öffnet im neuen Fenster) , also keine Zufallsstichprobe. Die Teilnehmer wurden in jedem Land über repräsentative Quoten ausgewählt bezüglich Alter, Geschlecht, Region und der politischen Grundausrichtung. Die Daten wurden anschließend noch gewichtet.
Studienmacher weisen auf mögliche Verzerrungen hin
Aufgrund der nichtprobabilistischen Stichprobe kann keine Fehlertoleranz angegeben werden. Die Umfrage wurde online erhoben, die Macher weisen auf die daraus resultierenden möglichen Nachteile hin. Auf Onlineumfragen basierende Studien können die Meinung von Personen vernachlässigen, die nicht online sind. In der Regel sind das ältere Menschen oder auch Personen mit niedrigem Bildungsstand. Außerdem weisen die Macher darauf hin, dass Teile der Umfrage nach vergangenen Erlebnissen fragten, was aufgrund von Erinnerungslücken zu einer Verzerrung führen kann.
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