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ChatGPT-Produktchef: Werbung im Chatbot braucht "geschmackvolle" Umsetzung

ChatGPT -CPO Nick Turley schließt Werbung im Chatbot von OpenAI nicht kategorisch aus. Wie diese aussehen könnte, bleibt aber unklar.
/ David Wagner
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Macht ChatGPT bald Werbung? Im Interview zeigt sich Produktchef Nick Turley zögerlich. (Bild: Pexels/Matheus Bertelli)
Macht ChatGPT bald Werbung? Im Interview zeigt sich Produktchef Nick Turley zögerlich. Bild: Pexels/Matheus Bertelli

ChatGPT könnte zukünftig neben dem Abomodell auch mit Werbung Geld verdienen. Zumindest schließt Nick Turley, CPO von ChatGPT, diesen Schritt nicht aus. Falls dies passiere, würde er aber "... sehr, sehr vorsichtig und bedächtig vorgehen," so Turley in einem Interview mit The Verge(öffnet im neuen Fenster) .

Laut Turley nutzen aktuell mehr als 700 Millionen Menschen ChatGPT, davon zahlt ein Bruchteil von 20 Millionen für die Premiumversion. Trotzdem zeigt er sich über die Entwicklung optimistisch.

Die Abozahlen stiegen demnach weiterhin und inzwischen gebe es auch mehr als für Millionen zahlende Geschäftskunden. Eine spezifisch auf Firmenansprüche zugeschnittene Version von ChatGPT sei dabei ein weiteres spannendes Geschäftsfeld.

Keine klassische Werbung in ChatGPT

Auf die Frage, ob neben Abos auch Werbung eine Option für ChatGPT wäre, reagiert Turley zögerlich. Er sei mittlerweile bescheiden genug, eine solche Option nicht auszuschließen, melde aber zumindest starke Bedenken an.

ChatGPTs "Magie" liege darin, dass es sich dem Geschmack und den Bedürfnissen der Nutzer anpasse und es nicht die Interessen von Werbekunden vertreten müsse. "Aber wir versuchen nicht, euch was aufzuschwatzen oder für einen Pay-to-Play-Anbieter oder ein Produkt zu werben. Und vielleicht gibt's ja Möglichkeiten, Werbung zu machen, die das und die Anreizstruktur bewahren, aber ich denke, das wär ein ganz neues Konzept und wir müssten das sehr sorgfältig überlegen", führt Turley aus.

Turley weist auch darauf hin, dass OpenAI weitere Produkte veröffentlichen werde, die sich möglicherweise über Werbung finanzieren könnten. ChatGPT sei vielleicht schlicht kein geeigneter Kandidat für eine Werbefinanzierung.

Eine Möglichkeit, der Turley gegenüber deutlich aufgeschlossener wirkt, sind Affiliate-Deals. Im April führte ChatGPT die Shopping-Funktion ein , die als Produkt- und Preisvergleich fungiert. Hier könnte sich Turley vorstellen, dass OpenAI eine Provision erhalte, wenn ein Chat zu einem Verkauf führe.


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