Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

ChatGPT Plus: Malta macht KI zum Volksgut

Wer lernt, bekommt Zugang – Malta verschenkt ChatGPT Plus an alle Bürger, die einen KI-Kurs abschließen. Ein Modell, das Schule machen könnte.
/ Andreas Donath
11 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Eine Stadtansicht aus Malta (Bild: Pexels)
Eine Stadtansicht aus Malta Bild: Pexels

Die Regierung Maltas und OpenAI haben eine Partnerschaft vereinbart(öffnet im neuen Fenster), die ChatGPT Plus für alle maltesischen Bürger kostenlos zugänglich machen soll – vorausgesetzt, sie absolvieren zuvor einen KI-Grundlagenkurs. Das Programm gilt als erstes seiner Art auf nationaler Ebene; die erste Phase soll noch in diesem Monat starten.

Wer einen KI-Kurs an der Universität Malta abschließt, erhält demnach ein Jahr lang kostenlosen Zugang zu ChatGPT Plus. Die Inhalte umfassen grundlegende KI-Konzepte, praktische Anwendungsmöglichkeiten im Alltag und im Beruf sowie Fragen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie. Die Abwicklung soll über die Malta Digital Innovation Authority(öffnet im neuen Fenster) erfolgen.

OpenAI sieht das Modell als Blaupause

George Osborne, bei OpenAI zuständig für das Länderprogramm, bezeichnete die Partnerschaft als mögliche Vorlage für andere Staaten, die nationale KI-Strategien entwickeln wollen. OpenAI ordnet die Initiative in sein übergeordnetes OpenAI for Countries-Programm ein, zu dem bereits Kooperationen mit Estland und Griechenland im Bildungsbereich gehören. Nach eigenen Angaben richtet das Unternehmen seine Angebote dabei an den jeweiligen Prioritäten der Regierungen aus, statt ein einheitliches Paket anzubieten.

Maltas Wirtschaftsminister Silvio Schembri begründete den Schritt mit dem Ziel, dass die Bürger nicht von technologischen Entwicklungen abgehängt sein sollen. Die Kombination aus Bildung und Werkzeugzugang sei dabei bewusst gewählt: Zuerst kommt der Kurs, und erst nach dessen Abschluss folgt der kostenlose Zugang.

Auch offen für Malteser im Ausland – Details noch ungeklärt

Das Programm ist so angelegt, dass es wächst, je mehr Teilnehmer den Kurs abschließen – auch maltesische Staatsbürger im Ausland sollen einbezogen werden. Eine Obergrenze für die Teilnehmerzahl wurde bislang nicht genannt, ebenso fehlen noch konkrete Angaben dazu, wie die Berechtigung für Bürger außerhalb Maltas geprüft werden soll.

Wie viele Bürger den Kurs tatsächlich abschließen und ob der einjährige Zugang zu einer dauerhaften Nutzung führt, wird letztlich darüber entscheiden, was die Partnerschaft in der Praxis leistet.


Relevante Themen