ChatGPT: OpenAI startet o3-Pro-Modell für Premium-Nutzer
Das neu vorgestellte, erweiterte KI-System o3-Pro(öffnet im neuen Fenster) ist nach Angaben von OpenAI für längere Bearbeitungsprozesse optimiert worden, um zuverlässigere Antworten zu liefern.
Das o3-Pro-Modell folgt dem Ansatz des Vorgängers o1-Pro und stellt Genauigkeit über Geschwindigkeit. Nutzer setzen diese Modelle hauptsächlich für mathematische Berechnungen, wissenschaftliche Analysen und Programmieraufgaben ein – Bereiche, in denen das neue System laut den hauseigenen Tests von OpenAI überzeugt.
Leistungstests zeigen messbare Verbesserungen in mehreren Kategorien. Bei Mathematikwettbewerben der AIME 2024 erreichte o3-Pro eine Genauigkeit von 90 Prozent gemäß OpenAIs 4/4-Zuverlässigkeitsstandard. Bei diesem Verfahren gilt ein Modell nur dann als erfolgreich, wenn es dieselbe Frage viermal hintereinander korrekt beantwortet. Zum Vergleich: o1-Pro und o3-Medium erzielten jeweils 80 Prozent.
Das neue Modell bietet Zugang zu verschiedenen integrierten Werkzeugen der ChatGPT-Plattform. Dazu gehören Websuchen, Dateianalysen, visuelle Inhaltserkennung, Python-Codeausführung und personalisierte Antworten basierend auf gespeicherten Nutzerpräferenzen.
Kostenreduktion als Marktreaktion
OpenAI reduziert die API-Kosten für o3-pro um 87 Prozent im Vergleich zum bisherigen o1-pro-Modell(öffnet im neuen Fenster) . Das Standardmodell o3 wird ebenfalls um 80 Prozent günstiger(öffnet im neuen Fenster) . Diese Preispolitik erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz.
Apple stellte kürzlich seine eigenen KI-Modelle für Entwickler kostenlos zur Verfügung und stellte gleichzeitig in einer wissenschaftlichen Studie die Wirksamkeit von Reasoning-Modellen infrage . Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass diese Systeme in verschiedenen Bereichen sogar schwächer abschnitten als herkömmliche Sprachmodelle.
Experten bewerten o3-Pro positiver
Menschliche Prüfer bevorzugten o3-Pro-Antworten in 64 Prozent aller Fälle gegenüber dem Standard-o3-Modell. Bei persönlichen Schreibaufgaben lag die Präferenzrate laut OpenAI bei 66,7 Prozent.
Besonders deutlich zeigen sich Fortschritte bei Programmieraufgaben. In Codeforces-Wettbewerben erreichte o3-Pro unter dem 4/4-Zuverlässigkeitstest eine Bewertung von 2.301 Punkten. O1-Pro kam nur auf 1.423 Punkte, o3-Medium auf 2.011 Punkte.
Bei PhD-Wissenschaftsfragen erzielte das neue Modell 76 Prozent Genauigkeit und übertraf damit o1-Pro mit 74 Prozent und o3-Medium mit 67 Prozent. In Standard-Pass@1-Tests erreichte o3-Pro 93 Prozent bei Mathematikwettbewerben und 84 Prozent bei Wissenschaftsfragen.
Aufgrund der Werkzeugintegration benötigt o3-Pro mehr Verarbeitungszeit als o1-Pro. OpenAI empfiehlt das Modell für komplexe Anfragen, bei denen Zuverlässigkeit wichtiger ist als Geschwindigkeit. Nutzer müssen mit Wartezeiten von mehreren Minuten rechnen.
Verfügbarkeit mit Einschränkungen
Pro- und Team-Abonnenten erhielten bereits Zugang zu o3-Pro über die Modellauswahl, wobei das neue System o1-Pro ersetzt. Unternehmens- und Bildungskunden folgen laut OpenAI in der folgenden Woche.
Bildgenerierung wird nicht unterstützt – dafür müssen Nutzer auf GPT-4o, OpenAI o3 oder OpenAI o4-Mini ausweichen. Auch die Canvas-Funktion steht in o3-Pro nicht zur Verfügung.
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