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Chat over IMAP: Gut gemeint ist leider nicht gut gemacht

Ein freies Chat- und Messenger-System, das Nutzer aus den Silos großer Unternehmen wie Facebook befreien soll und trotzdem direkt einsetzbar ist, ist ein fantastisches Versprechen. In der Realität kann das leider nur scheitern.

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Chat over IMAP soll übliche Messenger ersetzen, schafft das wohl aber nicht.
Chat over IMAP soll übliche Messenger ersetzen, schafft das wohl aber nicht. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)

Mit Apps wie Signal, Telegram und Whatsapp und gibt es eine große Anzahl an Messengern, die nicht kompatibel zueinander sind und Nutzer so in Silos zwängen, wie es das Unternehmen Open Xchange beschreibt. Darüber hinaus sind Nutzer in den meisten Fällen abhängig von einem einzelnen Unternehmen. Die E-Mail-Spezialisten von Open Xchange haben sich dazu eine vielversprechende Alternative überlegt. Diese ist aber leider mit zu vielen Problemen konfrontiert, als dass sie sich tatsächlich durchsetzen könnte.

Inhalt:
  1. Chat over IMAP: Gut gemeint ist leider nicht gut gemacht
  2. E-Mail bleibt unbequem
  3. Alte Probleme von E-Mail bleiben erhalten

Die Idee ist einfach und nachvollziehbar: Statt ein neues zentralisiertes System zu erstellen, für das Nutzer einen weiteren Account oder Zugang benötigen, soll das am weitesten verbreitete föderierte Netzwerk weltweit wiederverwendet werden - die E-Mail.

E-Mail im neuen Gewand

Das System könnte also die geschätzten rund 4 Milliarden Menschen mit einem E-Mail-Zugang direkt miteinander verbinden. Die Nutzer benötigen dazu lediglich einen Client, also eine App, aber keinen weiteren Account. Das System könnte ebenso leicht in bereits bestehende und genutzte E-Mail-Clients integriert werden. Außerdem müssen die Anwender keinem neuen Anbieter und dessen Infrastruktur vertrauen, sondern können einfach die bestehenden Angebote oder bereits selbst genutzte Dienste wiederverwenden.

Das Unternehmen Open Xchange ist darüber hinaus nicht nur für die gleichnamige Kollaborationssoftware verantwortlich, sondern hat vor rund vier Jahren auch den Hersteller des freien IMAP-Servers Dovecot übernommen. Je nach Betrachtung und Analyse soll Dovecot für bis zu 70 Prozent des weltweiten E-Mail-Aufkommens genutzt werden.

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Passenderweise nennt Open Xchange die Idee Chat over IMAP (COI). Das System soll abwärtskompatibel zu normalen E-Mails sein und erweitert diese lediglich um einige funktionale Header. Diese sollen dem Client wie auch dem Server dabei helfen, die E-Mails wie in einem Messenger aufzubereiten.

Der wichtigste Punkt von COI, das E-Mail-System, ist dabei aber auch der größte Schwachpunkt des Systems. Das zeigt sich an einigen grundsätzlichen Überlegungen und auch an unseren Erfahrungen mit COI, die im Folgenden aufgezeigt werden sollen.

Letztlich gibt es gute Gründe, warum die eingangs aufgeführten Messenger-Dienste die E-Mail in weiten Teilen mittlerweile als Kommunikationsmittel abgelöst haben. Und das liegt bei weitem nicht nur an der Oberfläche für die Nutzer.

E-Mail bleibt unbequem 
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unieasy 30. Jun 2019

Hallo, da stimme ich voll zu - der Artikel liest sich wirklich so, als würde man alles...

dummzeuch 31. Mai 2019

OK, Danke für die Info. Mit Rust bin ich dann raus, was evtl. Mithilfe in diesem Projekt...

nostradamos 30. Mai 2019

Ist schon ein paar Tage her als ich mir spike angeschaut habe, aber was zu erwähnen ist...

gfa-g 12. Mai 2019

Die Welt besteht nicht nur aus Handies. Chatten am Desktop/Laptop ist wichtig.

gfa-g 12. Mai 2019

Keine Alternative. Desktopsysteme müssen auch funktionieren.


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