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E-Mail bleibt unbequem

Zunächst sollte erwähnt werden, dass die Idee selbst nicht neu ist. Mit Delta Chat gibt es schon seit einigen Jahren eine Community, die ein ähnliches Konzept erstellt. Open Xchange erweitert dies aber mit eigener Expertise und auch den entsprechenden finanziellen Mitteln zu einem Standard. Darüber hinaus will das Unternehmen nicht nur mit Delta Chat kooperieren, sondern auch die Hersteller anderer E-Mail-Clients bei der Implementierung von COI unterstützen.

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Bei einem Test mit Kollegen im Büro zeigen sich jedoch schnell die Unzulänglichkeiten des COI-Systems, die sich meistens auf die zugrundeliegende Nutzung der E-Mails zurückführen lassen. Die Einrichtung ist dabei noch vergleichsweise einfach, es müssen nur die Zugangsdaten zum IMAP- und SMTP-Server für Empfang und Versand eingegeben werden und dann kann es losgehen.

Mit einigen üblichen Konfigurationen mag das für viele Nutzer noch relativ schnell umsetzbar sein. Sobald aber Hostname, Port oder auch die Einstellungen für die Transportverschlüsselung davon abweichen, wird die Einrichtung schlicht unbequem. Im Vergleich dazu reicht für Messenger wie Signal oder Whatsapp die Telefonnummer des Geräts, auf dem die App installiert ist. Eine erweiterte Konfiguration ist hier im Vergleich zu COI überhaupt nicht vorgesehen.

Kurioserweise funktioniert bei uns die Einrichtung jedoch nur mit Delta Chat. Bei dem hauseigenen Client von Open Xchange, Ox Talk, erhalten wir eine Fehlermeldung über einen nicht erfolgreichen Typecast und wir können uns nicht mal anmelden. Zwar befindet sich Ox Talk offiziell noch in Entwicklung, aber dass nicht einmal der Login der App funktioniert, ist eigentlich schon peinlich.

Verschwundene Nachrichten

Immerhin können wir dann mit Delta Chat wie bei anderen Messengern auch Nachrichten versenden. Doch diese kommen bei dem Kollegen unserer Wahl nicht an. Das Chat-Fenster der App bleibt einfach leer. Uns ist dabei schnell klar, dass das wohl in Zusammenhang mit der Konfiguration des E-Mail-Kontos stehen dürfte und wir durchsuchen unsere IMAP-Ordner.

Für seine Funktionsweise erstellt Delta Chat einen entsprechenden Ordner auf dem genutzten IMAP-Server und sorgt über bestimmte Filter dafür, dass die Nachrichten immer am gleichen Ort ankommen sollen. Gibt es bei einem anderen E-Mail-Client derartige Filter, etwa für die Adressen der Kollegen, kommen die Nachrichten wie bei uns einfach nicht an. Manche der Nachrichten landen darüber hinaus auch direkt im Spam-Ordner.

Das Konzept mit der Ordner-Struktur ist nicht auf Delta Chat beschränkt, sondern soll auch für das standardisierte COI-System genutzt werden. Solche Fehler, bei denen mit Ordnern und Filtern für E-Mail hantiert wird, sind leider symptomatisch für die E-Mail-Technik und sind damit eben auch bei dem Chat-System zu erwarten. Darüber hinaus würde wohl eine Vielzahl von Chatnachrichten den eigenen Posteingang geradezu vollmüllen, solange Nutzer die Chat-App nicht anwerfen, die die Nachrichten dann wegsortiert.

Die verschollenen Nachrichten oder auch ein überquellendes Postfach sind keinesfalls nutzerfreundlich und leider auch nur der Anfang der Probleme, die wir mit dem System haben.

 Chat over IMAP: Gut gemeint ist leider nicht gut gemachtAlte Probleme von E-Mail bleiben erhalten 
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unieasy 30. Jun 2019

Hallo, da stimme ich voll zu - der Artikel liest sich wirklich so, als würde man alles...

dummzeuch 31. Mai 2019

OK, Danke für die Info. Mit Rust bin ich dann raus, was evtl. Mithilfe in diesem Projekt...

nostradamos 30. Mai 2019

Ist schon ein paar Tage her als ich mir spike angeschaut habe, aber was zu erwähnen ist...

gfa-g 12. Mai 2019

Die Welt besteht nicht nur aus Handies. Chatten am Desktop/Laptop ist wichtig.

gfa-g 12. Mai 2019

Keine Alternative. Desktopsysteme müssen auch funktionieren.


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