• IT-Karriere:
  • Services:

Chat-App: Whatsapp-Macher relativieren Sicherheitsproblem

Die Macher von Whatsapp haben auf das aktuell bekannte Sicherheitsproblem der Chat-App auf Android-Geräten reagiert. In einer aktuellen Stellungnahme gibt es jedoch nur allgemeine Aussagen. Die Macher gehen nicht näher auf den Sachverhalt ein.

Artikel veröffentlicht am ,
Whatsapp für Android macht es Datendieben einfach.
Whatsapp für Android macht es Datendieben einfach. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Mitte der Woche hat der niederländische Sicherheitsberater Bas Bosschert auf ein Problem mit der Whatsapp auf Android-Geräten hingewiesen. Andere Apps können ohne viel Mühe den Whatsapp-Chat einsehen und somit an vertrauliche Daten gelangen. Nun haben die Whatsapp-Macher mit einer Stellungnahme reagiert, die unter anderem Techcrunch vorliegt. Auf der Whatsapp-Homepage gibt es keinen Hinweis auf das aktuelle Problem für die Nutzer. Auch im Whatsapp-Blog äußert sich das Unternehmen dazu nicht.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Zwickau, Braunschweig, Dresden

In der Whatsapp-Stellungnahme heißt es, dass die Berichte über ein vermeintliches Sicherheitsloch ein falsches Bild zeichnen würden und übertrieben seien. Der Entdecker des Sicherheitsproblems hat allerdings nicht von einem Sicherheitsloch in Whatsapp berichtet und viele Medien haben sich daran gehalten und explizit nicht von einer Sicherheitslücke in der Whatsapp-Android-App gesprochen.

Verschlüsselung der Whatsapp-Datenbank ist unsicher

Weitere Erklärungen dazu gibt es nicht, auf die Vorwürfe in Bosscherts Blogbeitrag gehen die Whatsapp-Macher nicht weiter ein. Es gibt keinen Kommentar dazu, weshalb sich die verschlüsselten Whatsapp-Datenbanken offenbar ohne großen Aufwand entschlüsseln lassen. Stattdessen werden in der Stellungnahme allgemeine Aussagen zur Sicherheit auf Android-Geräten gemacht.

Laut Whatsapp würden Daten auf einer Speicherkarte unter "normalen Umständen" nicht ausgelesen werden. Dann wird die Schuld dem Nutzer zugeschoben: Er setze sich einem hohen Risiko aus, wenn er Schadsoftware auf sein Gerät lade. Dabei thematisiert Whatsapp nicht, ob der Nutzer das möglicherweise unbewusst tut und nicht bemerkt, dass es sich um Schadsoftware handelt. So gab es Anfang Dezember 2013 in Googles Play Store eine Android-App, die den Whatsapp-Chatverlauf ausgelesen hat. Schließlich heißt es in der Whatsapp-Stellungnahme, dass Nutzer gegen Angriffe von Schadsoftware geschützt seien, wenn sie die aktuelle Whatsapp-Version verwenden.

Sicherheitsproblem in Android-App von Whatsapp

Bosschert hatte diese Woche in einem Blogbeitrag gewarnt, dass die Whatsapp-App für die Android-Plattform nicht ausreichend vor unbefugtem Zugriff auf geführte Chats geschützt sei. Es ist ihm ohne großen Aufwand gelungen, an alle Whatsapp-Chatnachrichten zu gelangen. Dabei half es auch nichts, wenn die Chatnachrichten verschlüsselt abgelegt wurden.

Alte Whatsapp-Apps legen den Chatverlauf sogar unverschlüsselt ab, so dass sich diese Daten besonders bequem einsehen lassen. Die Whatsapp-Chats unter Android werden mittlerweile mit der aktuellen Version der Android-App in einer verschlüsselten Datenbank abgelegt. Allerdings ist der Schutz so schwach, dass sich die Verschlüsselung leicht umgehen lässt. Dazu hat Bosschert das Tool Whatsapp Xtract verwendet, mit dem sich die Daten in einer verschlüsselten Whatsapp-Chat-Datei auslesen lassen.

Da Whatsapp den Chatverlauf in einem festgelegten Pfad mit dem immer gleichen Dateinamen ablegt, ist es für Angreifer besonders einfach, an die Daten zu gelangen. Sie brauchen keine Mühe darauf zu verwenden, die Datenbanken ausfindig zu machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (u. a. 860 Evo 500 GB SSD für 74,00€, Portable T5 500 GB SSD 86,00€, Evo Select microSDXC 128...

SoniX 16. Mär 2014

Schon klar. Unterschiedliche Systeme, unterschiedliche Sicherheitskonzepte. Was du damit...

David64Bit 15. Mär 2014

Threema ist solange Sicher, bis keiner die Ende-zu-Ende Verschlüsselung knackt. Die...

c0t0d0s0 14. Mär 2014

Sorry, aber dass die Chats unverschlüsselt oder leicht entschlüsselbar gespeichert...

ip (Golem.de) 14. Mär 2014

ja, sowas kann beim Taggen schon mal passieren. Aber inhaltlich ist im Artikel nicht von...


Folgen Sie uns
       


Nubia Z20 - Test

Das Nubia Z20 hat sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite einen Bildschirm. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten der Benutzung, wie sich Golem.de im Test angeschaut hat.

Nubia Z20 - Test Video aufrufen
Geforce Now im Test: Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU
Geforce Now im Test
Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU

Wer mit Nvidias Geforce Now spielt, bekommt laut Performance Overlay eine RTX 2060c oder RTX 2080c, tatsächlich aber werden eine Tesla RTX T10 als Grafikkarte und ein Intel CC150 als Prozessor verwendet. Die Performance ist auf die jeweiligen Spiele abgestimmt, vor allem mit Raytracing.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Cloud Gaming Activision Blizzard zieht Spiele von Geforce Now zurück
  2. Nvidia-Spiele-Streaming Geforce Now kostet 5,49 Euro pro Monat
  3. Geforce Now Nvidias Cloud-Gaming-Dienst kommt noch 2019 für Android

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  2. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon
  3. Videostreaming Netflix musste Night of the Living Dead entfernen

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

    •  /